Jason Grom Porträt

Zur Person

Jason Grom, geboren am 20.05.1992 in Donaueschingen, wuchs in der Gastronomie, dem elterlichen Betrieb „Paradies“ auf den Immenhöfen auf. Nach der Ausbildung zum Koch im Hotel „Der Öschberghof“ in Donaueschingen arbeitete er eine Wintersaison im Hotel „Trofana Royal“ in Ischgl, darauf folgte ein Jahr bei Heinz Reitbauer im Wiener „Steirereck“. Von 2014-2017 war er, im damals neu eröffneten Park Hotel Vitznau am Vierwaldstättersee, als Souschef an der Seite von Patrick Mahler tätig.

Nach der Ausbildung zum Küchenmeister eröffnete er gemeinsam mit seinem Bruder und Sommelier Niklas Grom im September 2017 die Traditionsgaststätte „die burg“ in Aasen, einem idyllischen Teilort ihrer Heimat Donaueschingen.

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Aktuelle Auszeichnungen

  • Der Varta-Führer: 2 Diamanten | Varta-Tipp Küche
  • Guide Michelin: Michelin-Teller
  • Gusto: 6+ Pfannen
  • Der Feinschmecker: noch nicht bewertet
  • Gault Millau: noch nicht bewertet
  • Schlemmer-Atlas: 2+ Kochlöffel
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Das Interview

Warum sind Sie Koch geworden?

Es wurde mir durch die elterliche Wirtschaft quasi in die Wiege gelegt, wobei meine Eltern zu nichts drängten, mich eher noch ermahnten, mir diesen Werdegang gut zu überlegen. Abbringen ließ ich mich davon jedoch nicht und habe es auch nie bereut.

Könnten Sie sich einen anderen Beruf vorstellen – und wenn ja, welchen?

Wenn es ein anderer Beruf sein sollte, dann müsste es definitiv ein aktiver sein, ich könnte nicht den ganzen Tag in einem Büro vor einem Bildschirm sitzen (und ich bewundere Personen, die das können!) Professionelles Kochen vereint für mich viele Dinge, die mir am Herzen liegen. Der Umgang mit Menschen, die Arbeit im Team, die handwerkliche Tätigkeit und die unglaublich vielen Möglichkeiten, sich kreativ zu entfalten. Es gibt für mich nichts Schöneres.

Was ist für Sie das Wichtigste beim Kochen?

Produktqualität, Handwerk, Finesse. Und eine gute Soße ist essenziell bei uns im Badischen! (und bitte in reichlicher Menge)

Welches Essen macht Sie glücklich?

Das sorgfältig hergestellte, mit Liebe zubereitete Essen. Ganz egal, ob im einfachen Wirtshaus oder im 3-Sterne-Restaurant.

Was würden Sie niemals essen?

Da gibt es nicht viel. Lediglich bei ein paar Dingen, welche ich im asiatischen Raum beim Reisen entdeckte, überkam mich ein spontaner Würgereiz und ich lehnte sie dankend ab. Manches muss man auch einfach nicht probieren (z.B. Hund am Spieß in Vietnam…).

 

Was bringt Sie aus der Fassung?

Wenn Personen genau wissen, dass das, was sie machen, nicht gut ist, es aber aus Faulheit und Trägheit trotzdem weitermachen und dann hoffen, dass man es nicht bemerkt.

Das größte Lob, das Sie jemals bekommen haben?

Ganz allgemein ist ein volles Restaurant mit glücklichen Gästen natürlich immer das größte Lob. Im Speziellen kam das wohl von einer ca. 90-jährigen Dame, welche vor ein paar Jahren mit ihrer Familie mittags zu Gast im Park Hotel Vitznau war. Als ich nach dem Essen zum Tisch kam, um mich zu erkundigen, wie es ihnen denn gefallen hat, ergriff sie gerührt meine Hand und sagte, sie sei so dankbar, dass sie so etwas noch erleben durfte.

Wie haben Sie persönlich die gastronomische Corona-Pause überstanden?

In der Selbstständigkeit wird einem ja bekanntlich nie langweilig. Wir haben, wie viele Kollegen auch, in kürzester Zeit einen Liefer- und Abholservice auf die Beine gestellt und so gemeinsam mit unseren drei Azubis den Laden am Laufen gehalten. Den Kopf in den Sand zu stecken war keine Option.

Wie wird die Zukunft des Fine Dining nach Corona aussehen?

Ich hoffe, dass die Menschen sich wieder mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben einräumen, jetzt, wo sie gemerkt haben, wie trist der Alltag ohne diese aussehen kann. Aber ich denke auch, dass noch viel Zeit vergehen wird, bis die Leute wieder gänzlich unbeschwert in die Fine-Dining-Restaurants strömen werden. Die Unsicherheit ist verständlicherweise immer noch deutlich spürbar.

Wo oder wie erholen Sie sich?

Unbeschwerte Zeit mit meiner Freundin, Familie und Freunden zu verbringen, ist die beste Erholung.