Schweizer Raclette – mehr als ein Silvesterklassiker

Ein gemeinsames Racletteessen bedeutet nicht nur kreative Kulinarik, sondern auch Geselligkeit, Entlastung für den Gastgeber, viel Zeit und Gemeinschaft. Außerdem kann man seinen gesamten Ideenreichtum beim Erstellen von kleinen Käsepfännchen mit Kartoffeln einbringen. Es gibt Varianten vom ländlich-bäuerlichen bis hin zum Feinkost-Raclette mit Meeresfrüchten o. Ä.. Kein Wunder ist das Raclettieren, vor allem in seiner modernen Variante mit sogenannten Raclette-Tischöfen über die Schweizer Grenzen hinaus sehr beliebt. An Weihnachten und Silvester bietet das Raclette überaus gesellige Momente im Familien- und Freundeskreis.

Aus dem Kanton Wallis

Raclette Kaese

Ursprünglich kommt der Bratkäse aus dem Kanton Wallis. Die Geschichte des Raclettierens geht bis ins Mittelalter zurück, hier wurde Käse über einem Feuer geschmolzen und mittels eines Messers scheibchenweise auf ein Stück Brot gestrichen. Abgeleitet vom französischen Wort „racler“, was zu Deutsch soviel wie „schaben“ bedeutet, wurde der Begriff „Raclette“ geboren. Im Bagnes-Tal, wo der Bratkäse herkommt, findet jährlich das Fest „Bagnes Capital de la Raclette“ statt. Hier treffen sich die besten Racleure und beeindrucken die Gäste mit ihren „Käsekünsten“.

Der schmelzende Käse

Besonders wichtig beim Raclette ist die Käsesorte, die wie beim Käsefondue leicht schmelzen sollte. Hierfür werden beim Schweizer Raclette die Käsesorten „Walliser Raclette“ (geschützte Bezeichnung), „Raclette Suisse“ oder „Valdor“ verwendet. Der Käse wird aus Kuhmilch hergestellt und besitzt eine Reifungsdauer von etwa drei Monaten. Der geschnittene Käse wird in den Pfännchen geschmolzen und anschließend über die gekochten Kartoffeln „gekippt“ beziehungsweise mit dem Spachtel „geschabt.“ In die Pfännchen oder auf den Teller können auch Gemüsehäppchen, Schinken oder andere Beilagen gegeben werden. Hier sind der Kreativität tatsächlich keine Grenzen gesetzt.

Tipp für Veganer

Veganer müssen auf die Gemütlichkeit und Geselligkeit dieses beliebten Gerichtes nicht verzichten. Als Alternative zum Raclette-Käse wird häufig schmelzender veganer Mozarella oder Camembert empfohlen. Mit Gemüse und Pilzen als Beilagen kann man da als Veganer einiges Schmackhaftes zaubern!

Bildquellen

  • Raclette-Kaese: © gahmann - stock.adobe.com
  • Raclette-Pfaennchen: © M.studio - stock.adobe.com
2019-11-20T16:17:28+00:00
error: Bilder sind urheberrechtlich geschützt und können nicht heruntergeladen werden