Kontrastreiche Ferienorte in grandioser Natur: Das Engadin

Das Engadin, ein malerisches, 80 km langes Hochtal im schweizerischen Kanton Graubünden, gliedert sich in Ober- und Unterengadin. Das Oberengadin liegt auf einer Höhe zwischen 1.600 und 1.800 Metern Höhe und ist eines der höchstgelegenen bewohnten Täler in Europa. Das beliebte Urlaubsgebiet lockt mit majestätischen Gipfeln und zahlreichen glasklaren Seen, darunter der Silvaplanerse, der Silsersee, der Lej da Champfèr und der St. Moritzersee. Weite Lärchenwälder und auch Gletscher prägen die Region. Gämsen, Steinböcke und Steinadler haben hier ihre Heimat. Im Winter ist das Oberengadin einer der kältesten Landstriche der Alpen und bietet Skifans schneesichere Pisten. Zu den bekannten Ferienzielen zählt der weltberühmte Kur- und Wintersportort St. Moritz. Durch das tiefer gelegene Unterengadin mit seinen bizarren Schluchten bahnt sich der Inn seinen Weg. Zahlreiche Urlaubsorte wie Zernez, Scuol und Valsot laden hier zu abwechslungsreichen Unternehmungen ein.  
San Romerio im Engadin

San Romerio im Engadin © Netzer Johannes – fotolia.com

Mit dem Glacier-Express durchs Engadin

Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der heute mondäne Urlaubsort St. Moritz aufgrund seiner Heilquellen bekannt. 1831 eröffnet hier das erste Kurhaus, nach und nach folgten luxuriöse Hotelbauten. Das Engadiner Museum in einem typischen Engadinerhaus erzählt anhand interessanter Exponate, darunter historische Möbel und Einrichtungsgegenstände, den Wandel von einer landwirtschaftlich geprägten Region zum Fremdenverkehrsort der Upperclass. Ab Bahnhof St. Moritz fährt der Glacier-Express in acht Stunden nach Zermatt. Auf seiner spektakulären Strecke durch wildromantische Berglandschaften liegen 291 Brücken, 91 Tunnel und der über 2.000 Meter hohe Oberalppass. Zahlreiche Skiregionen mit Pisten aller Schwierigkeitsstufen umgeben den Ort. Rund 5 km südwestlich von St. Moritz erstreckt sich der 3 km lange Silvaplanersee auf rund 1.800 Metern Höhe. Das Freizeitparadies ist Treffpunkt für Segler, Kiter und Windsurfer, welche den stetig wehenden Malojawind nutzen. Bergwanderer finden auf den umliegenden Dreitausendern eine Fülle an spannenden Tourenmöglichkeiten. silvaplana-graubünden

Von Zernez in die eindrucksvolle Natur des Schweizerischen Nationalparks

Am Zusammenfluss von Inn und Spöl befindet sich die Gemeinde Zernez, welche als Ausgangspunkt für erlebnisreiche Wanderungen in den Schweizerischen Nationalpark geschätzt wird. Geübte wandern in rund 3 Stunden zur Hütte Chamanna Cluozza auf fast 1.900 Meter Höhe. Im 2008 eröffneten Nationalparkhaus von Zernez informiert ein naturkundliches Zentrum über die vielgestaltige Tier- und Pflanzenwelt des Reservates. Besuchen Sie im alten Ortskern von Zernez auch die Burg Wildenberg mit ihrem mächtigen quadratischen Turm aus dem 13. Jahrhundert. Liebhaber sakraler Kunst kommen in der evangelischen Pfarrkirche mit ihren meisterhaften frühbarocken Stuckaturen auf ihre Kosten. Von der Empore der Kirche tönt eine 1741 geschaffene Orgel.
2019-04-28T09:29:20+00:00
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