Rheinhessen: Ein Besuch im „Land der 1000 Hügel“

Weinberge und rebenbewachsende Hänge, Flussläufe wie Rhein und Nahe und die Spuren keltisch-römischer Vergangenheit, die vor allem in Mainz sichtbar sind, prägen die Region Rheinhessen in Rheinland-Pfalz, die aufgrund ihrer charakteristischen Hügellandschaften auch „Land der 1000 Hügel“ genannt wird – einer der vielen Gründe, Deutschlands größtem Weinanbaugebiet einen Besuch abzustatten!

Wein, Rhein, „Hiwwel“: Natur entdecken in Rheinhessen

Der Weinanbau und die großen Flüsse Rhein und Nahe sind die Lebensadern der Region – das zeigt sich auch in der langen Siedlungsgeschichte Rheinhessens, die bis zu den Kelten zurückreicht. Weinberge und Uferpromenaden laden zum Spazierengehen ein und wechseln sich mit Streuobstwiesen und Feldern in der sanften Hügellandschaft ab, die Wandern und Radfahren zum Genuss macht. Eingebettet in die lieblichen Hügel, im regionalen Dialekt „Hiwwel“ genannt, liegen die vielen großen und kleinen Städte Rheinhessens mit Parks, Gärten und Rheinpromenaden: besonders schön flaniert man in Mainz und Bingen an Deutschlands längstem Fluss entlang. In Bingen entstanden im Rahmen der Landesgartenschau 2008 mehrere Parks direkt am Rheinufer, zudem schließt sich an diese Parks eine sehenswerte Auenlandschaft an. In Mainz ist neben dem Stadt- und dem Volkspark der Botanische Garten mit etwa 8.500 Pflanzenarten aus nahezu allen Regionen der Erde einen Besuch wert.
Weinland Rheinhessen im Sommer

Weinland Rheinhessen © Michael Möller – Fotolia.com

Von den Römern über Rheintürme zu den Domen: Sehenswürdigkeiten in Rheinhessen

Rheinhessen beherbergt eine Reihe interessanter Städte und Orte, die mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Bauwerken, Türmen, Kirchen, mittelalterlichen Stadtbildern und römischen Hinterlassenschaften in die Region locken. Am bekanntesten ist wohl Mainz mit dem Dom, der Altstadt und einigen römischen Bauwerken. Die andere große Domstadt in Rheinhessen ist Worms, die Nibelungenstadt mit dem Nibelungenmuseum. Alzey, die heimliche „Hauptstadt“ Rheinhessens, besitzt eine sehenswerte Altstadt und bietet mit dem Wartbergturm herrliche Rundblicke über die Region. In Bingen ist der Mäuseturm überregional bekannt, der auf einer Insel im Rhein steht und einst ein Zollturm war. Die Ingelheimer Kaiserpfalz ist eine bedeutende Pfalz aus dem 8. Jahrhundert. Sehenswert ist auch die Kleinstadt Oppenheim, die über eine hübsche Altstadt mit Fachwerkhäusern und Resten der Stadtbefestigung verfügt sowie über eine Kelleranlage mit mehreren Etagen, das Oppenheimer Kellerlabyrinth.
typisch für Rheinhessen: Der Federweisser

Typisch für Rheinhessen: Der Federweiße – © LianeM- fotolia.com

Hügel auf, Hügel ab: Wandern und Radfahren in Rheinhessen

Das sanfte Hügelland mit gemütlichen Steigungen und die vielen Weinberge machen Rheinhessen zu einem Paradies für Wanderer und Radfahrer: zahlreiche Wege, Pfade und Routen durchziehen die Region, die für Kurz- oder Tagestouren genutzt werden können sowie für Thementouren rund um Wein, Natur und Geschichte. Sogenannte „Hiwwel-Touren“ sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad möglich und führen auf Höhenzüge und Aussichtspunkte oder mit dem Fahrrad von Bingen nach Worms. Der Rheinterrassen-Weg verbindet entlang der Rheinebene Mainz und Worms mit vielen hübschen Weinorten. Genüsslich durch die Weinberge wandern kann man hervorragend im Selztal. Die asphaltierte Rundroute Amiche verläuft auf zwei Bahntrassenwegen über Bodenheim, Nierstein und Hahnheim im Selztal. Die Obstroute ist ein hügeliger Radrundweg mit 45 km Länge ab Ingelheim, und die Rheinterrassen-Route entlang der Weinberge kann man ebenso gut mit dem Rad zurücklegen wie zu Fuß.
2019-04-26T14:45:19+00:00
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