Der Dümmer: Ein beliebtes Ausflugsziel in Niedersachsen

Der Dümmer ist der zweitgrößte See im Bundesland Niedersachsen und befindet sich zwischen den Dammer Bergen und dem Stemweder Berg in einem gleichnamigen Naturpark. Er besitzt eine Fläche von 13,5 qkm und liegt im Landkreis DiepholzDie umliegende Landschaft besteht aus den Nieder- und Hochmooren der Diepholzer Moorniederung. Die tiefste Stelle des Sees beträgt gerade mal 1,50 Meter, und im Sommer kommen Besucher aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands, um sich hier zu erholen. Der eigentümlich klingende Name kommt wohl von den Worten „drummrig“ und „Meer“. Im nordwestlichen Teil Deutschlands nennt man ein ruhiges Gewässer „Meer“, aus dem dann später Moore hervorgehen, und „dummrig“ bedeutet im westfälischen Sprachgebrauch „feucht“ und „schattig“. 

Schilfgürtel in der Dümmer Region

Schilfgürtel in der Dümmer Region – © Martina Berg- fotolia.com

Der Dümmer: Entspannung und Ruhe beim Baden, Angeln oder Segeln

Gerade für Familien mit Kindern dürfte der Dümmer See als Ausflugsziel recht attraktiv sein. An seinem Ostufer befinden sich diverse Strände, die zum kostenlosen Baden einladen. Da es dort relativ flach ist und auch die Qualität des Wassers regelmäßig überprüft wird, herrschen an diesem Teil des Sees kinderfreundliche Bedingungen. Angler sollten ebenso problemlos ein ruhiges Plätzchen zum Fischen finden, da außerhalb der Naturschutzgebiete und der Huntemündung am Dümmer nach Fisch geangelt werden darf. 

Segelboote am Dümmer See

Segelboote am Dümmer See – © Martina Berg- fotolia.com

Allgemein gesehen bietet der See die ideale Gelegenheit, zahlreiche Wassersportarten auszuüben, so wie zum Beispiel Segeln, SurfenKanu- oder Bootfahren. Anhänger des Segelsports werden wahrscheinlich schon wissen, dass es am Dümmer an die 2.000 Hafenliegenplätze sowie 18 Hafenanlagen gibt. Von Frühjahr bis Herbst ist der Dümmer außerdem Austragungsort vieler Segelregatten und Wettkämpfe. 

Kunst am Teich und eine Leiche aus dem Moor

Wenn man des Badens oder Segelns dann müde geworden ist, kann man dem Skulpturengarten von Gerlinde Budderick einen Besuch abstatten. Die Anlage befindet sich ebenfalls am See und verfügt über zahlreiche alte Bäume und einen Teich. Inmitten der Gewächse findet der Besucher außerdem Skulpturen und andere Kunstgegenstände, die jedes Jahr unter einem anderen dort Motto stehen. Man darf also gespannt sein, was sich die Künstler und Künstlerinnen dieses Jahr wieder ausgedacht haben. 

Torfabbau im Moor

Torfabbau im Moor – © contadora1999- fotolia.com

Vor einigen Jahren wurde eine Leiche beim Torfstechen im Uchter Moor gefunden. Es handelte sich dabei um ein junges Mädchen und man gab ihr den Namen „Moora“, inspiriert vom FundortDa man bei der Toten keinerlei Grabbeigaben entdeckte, geht man davon aus, dass Moora keines natürlichen Todes starb. Für die Forschung ist sie der weibliche Ötzi aus Norddeutschland, denn immerhin ist Moora schon ganze 2700 Jahre alt und somit eine der ältesten Toten aus dem Moor. Anhand des historisch wertvollen Fundes konnten Wissenschaftler einiges über die früheren Siedlungen in Niedersachsen herausfinden. Diese Erkenntnisse präsentiert man nun dem Besucher in einer Ausstellung. Selbstverständlich trifft man dort auch auf Moora, der man anhand einer Nachmodellierung wieder ein Gesicht und Körper gab. So erfährt der Besucher einiges über die Lebensumstände des Mädchens und wie Menschen generell in der vorrömischen Eisenzeit ca. 600-650 vor Christus gelebt haben müssen. 

Weitere Informationen:

www.skulpturengarten-duemmersee.de www.moora-zentrum.de/dauerausstellung.htm

2018-01-23T12:17:44+00:00
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