Das Donautal: Grand-Canyon-Feeling zwischen Schwäbischer Alb und Bodensee

Das malerisch-romantische Panorama des Donautals befindet sich im südlichen Abschnitt von Baden-Württemberg, um genauer zu sein zwischen der Schwäbischen Alb und dem Bodensee. Das Donautal umfasst die Ortschaften Beuron, Langenbrunn, Hausen im Tal, Neidingen, Thiergarten, Gutenstein und Dietfurt. Der obere Teil des Tals entstand, als der gleichnamige Fluss sich langsam aber sicher seinen Weg durch den Felsen bahnte. Die unberührte Natur bietet nicht nur eine atemberaubende Aussicht, auch die Nähe zu Schwarzwald, Allgäu oder Bodensee machen das Donautal zu einem attraktiven Ausflugsziel.
Oberes Donautal bei Tuttlingen

Oberes Donautal bei Tuttlingen – © Schlesier- fotolia.com

Der Tierpark in Salem: Ein affiges Vergnügen im Donautal

Das Donautal wartet mit einigen Attraktionen auf: auf dem Affenberg Salem ist im wahrsten Sinne des Wortes der Affe los. Rund 200 Primaten leben in dem Tierpark in einem großen Waldgebiet und dürfen sogar mit ein wenig Popcorn, das es vor Ort gibt, gefüttert werden. Natürlich sind auch Mitarbeiter da, die gerne Fragen zu den putzigen Bewohnern des Parks beantworten. Neben den Affen gib es auch noch Störche, Schwäne und Enten, die ebenso dort zu Hause sind.
Landschaft im oberen Donautal am Fuß der Schwäbische Alb

Landschaft im oberen Donautal am Fuße der Schwäbischen Alb – © Makuba- fotolia.com

Der Klosterplan von St. Gallen

Allen, die sich gerne sportlich im Urlaub betätigen, wird jetzt das Herz aufgehen: Das Donautal bietet allerhand Möglichkeiten, etwas für seine Fitness zu tun. Ob Wandern, Klettern, Tennis spielen, Bootfahren, Nordic Walking, Angeln oder Radfahren – man hat die Qual der Wahl! So haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, mit dem Fahrrad eine Klosterstadt zu besuchen. Als Grundlage dafür dient der Klosterplan von St. Gallen. Man vermutet, dass der Plan in den Jahren 819 und 826 von Mönchen angefertigt wurde. Er enthält einer der ersten Abbildungen einer Klosteranlage aus dem Mittelalter. Nach diesem Vorbild fing man auf dem „Campus Galli“ in Meßkirch an, eine Klosterstadt mit den Möglichkeiten und Werkzeugen des 9. Jahrhunderts zu errichten. Ochsenkarren bringen die Steinladungen zum Bauplatz, Handwerker bearbeiten dicke Holzbalken mit der Axt und es gibt eine Werkstatt, in der der Schmied über dem glühenden Feuer seine Arbeit verrichtet. So begann man letztes Jahr zuerst mit dem Bau einer Holzkirche, denn sie war meistens das wichtigste Gebäude einer sakralen Anlage. Bis alle Häuser fertig sind, rechnet man jedoch mit einer Bauzeit von vielen, vielen Jahren. Schließlich will man noch so wie im Mittelalter bauen, und das braucht eben seine Zeit. Nichtsdestotrotz sind Besucher eingeladen, die Baustelle zu besichtigen und, wenn sie den Wunsch haben, freiwillig mitzuhelfen. Auf dem Marktplatz gibt es außerdem ein Essensangebot für Gäste. Wenn wir schon mal bei prähistorischen Zeiten sind, kann es gleich mit der Petershöhle in Beuron, Landkreis Sigmaringen, weitergehen. Die Höhle ist eine Höhlenburg, die wahrscheinlich schon während der Bronzezeit von Menschen besiedelt war. Forscher vermuten jedoch, dass sie nie dauerhaft bewohnt war, sondern immer nur zeitweise. Auch wenn man hier von einer Höhlenburg spricht, wird ausgeschlossen, dass dort Adelige wohnten; vielmehr denkt man da an Mönche, da sich ganz in der Nähe ein Kloster befindet. Besucher können die Petershöhle über eine senkrecht ansteigende Holztreppe besichtigen. www.affenberg-salem.de www.campus-galli.de
2019-04-04T15:04:35+00:00
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