Die Märkische Schweiz: Eine Landschaft von der Eiszeit geformt

Vor den Toren Berlins, circa 30 km östlich der Hauptstadt, findet man auch schon die Märkische Schweiz. In dieser Region begegnet dem Besucher der kleinste und gleichzeitig älteste Naturpark Brandenburgs. Trotz seiner Größe überrascht der Naturpark Märkische Schweiz den Gast mit seiner Vielfältigkeit. Unterschiedliche Seen, romantische Waldlandschaften, kleinere Hügel und bergige Schluchten wurden hier noch von der Eiszeit erschaffen.

Die Märkische Schweiz: Das Zuhause von fliegenden Mäusen

Nur wenige Regionen Deutschlands können ein eigenes Fledermausmuseum aufweisen. Da die kleinen Tierchen nicht gerade mit dem „Niedlichkeitsprädikat“ ausgezeichnet sind, sind sie selten der Mittelpunkt einer Ausstellung. Doch den Regionalverband Strausberg-Märkische Schweiz hält dies dennoch nicht davon ab, sich mit den pelzigen Tieren ehrenamtlich zu befassen. Im Internationalen Fledermausmuseum auf dem Julianenhof erfährt man allerhand zu den 17 unterschiedlichen Fledermausarten Brandenburgs. Der Hof befindet sich mitten im Naturpark und dient nicht nur als Ausstellungsraum, sondern auch als Lebensstätte und Überwinterungsort für Fledermäuse. 1991 wurde nämlich das „Abkommen zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulation“ abgeschlossen. Laut dieser Vereinbarung verpflichten sich europäische Staaten, die Fledermaus zu schützen und ihren Lebensraum zu erhalten.
Rathaus in Buckow (Märkische Schweiz)

Rathaus in Buckow -© babelsberger- fotolia.com

Buckow – Brandenburgs erster Kneippkurort

Bereits im 19. Jahrhundert kamen die Berliner nach Buckow, um sich zu erholen. Theodor Fontane oder Bertolt Brecht waren in der Stadt zu Besuch, die von fünf Seen umsäumt im Buckower Kessel liegt. Wohlhabende Leute ließen in Buckow Häuser für die Sommermonate bauen, denn durch den Bau der Preußischen Ostbahn konnte man bequem anreisen. So weist der Ort neben seiner wunderschönen Natur einige Sehenswürdigkeiten auf. Literaturfans haben die Möglichkeit, das Brecht-Weigel-Haus zu besichtigen. Hier lebten in den Sommermonaten der Schriftsteller Bertolt Brecht und die Schauspielerin Helene Weigel. So entstanden dort auch drei Jahre vor Brechts Tod die „Buckower Elegien“. Manche Räume des Hauses sind noch mit der originalen Möblierung aus der Zeit des Ehepaares erhalten. Wen die Lebensgeschichte der beiden näher interessiert, kann das Haus auch im Rahmen einer Führung begehen.

Die Märkische Schlössertour

Auch wenn es Preußen als Land nicht mehr gibt, hat uns diese Zeit zahlreichen Schlösser und Herrenhäuser hinterlassen. Auf der „Märkischen Schlössertour“ werden Ihnen an die ein Dutzend wunderschöner Bauten sowie zahlreiche Museen auf 197 Kilometer begegnen. Darunter befinden sich zum Beispiel das Gutshaus in Sauen, Schloss Steinhöfel oder auch Schloss Wulkow. Der Weg wurde über die Zeit für Fahrradfahrer ausgebaut und führt daher kaum über unbefestigtes Gelände. Die Radstrecke verläuft über eine flache bis leicht hügelige Landschaft und begeistert den Besucher mit zahlreichen Seen und der weitläufigen Natur des Oderlandes. Weitere Informationen: www.stadt-buckow.de
2019-03-24T14:05:11+00:00
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