Sehnen Sie sich nach atemberaubenden Felsformationen wie aus einem Film? Dann sollte Zhangjiajie ganz weit oben auf Ihrer Bucketlist sein! Fühlen Sie sich wie mitten im Film Avatar, wenn Sie von der Glasbodenbrücke hinunterschauen. Die steil aufragenden Sandsteinfelsen kommen so noch besser zur Geltung als auf den Bildern, die Sie vielleicht schon gesehen haben. Vom Besuch im Zhangjiajie National Forest Park werden Sie Ihren Freunden noch lange viel zu erzählen haben.

Zhangjiajie befindet sich in der Region Wulingyuan, innerhalb der Provinz Hunan, im Herzen Chinas. Das Reich der Mitte hat seinen Besuchern extrem viel zu bieten. Seit 1992 ist die Region Wulingyuan Weltnaturerbe der UNESCO. Wulingyuan war die erste Region Chinas, der diese Ehre zuteil wurde. Die Hauptstadt der Provinz ist die Millionenstadt Changsha, die direkt von Deutschland aus mit dem Flugzeug erreichbar ist. China Southern Airlines fliegt von Frankfurt nach Changsha.

Glasbrücke im Zhangjiajie Nationalpark, China

Berge wie im Film

Vielleicht haben Sie bereits den atemberaubenden Film Avatar von James Cameron gesehen. Noch viel schöner und beeindruckender ist es allerdings, die Umgebung dieses Filmes mit den eigenen Augen zu sehen. Im Zhangjiajie-Nationalpark können Sie die beeindruckenden Sandsteinformationen selber bestaunen. Wagen Sie sich dazu auch auf die längste Glasbodenbrücke der Welt. Diese im August 2016 eröffnete Brücke ist mehr als 400 Meter lang führt mehr als 300 Meter hoch über den Abgrund.

Die Brücke ist Teil eines gläsernen Pfades, der Sie rund um die markanten Felsen führt. Genau 99 Glaspanels können gleichzeitig das Gewicht von bis zu 800 Menschen tragen. Jedenfalls besuchen täglich bis zu 8000 Menschen diesen Pfad und die spektakuläre Brücke. Mitunter ebenso spektakulär ist der Bailong-Aufzug, der auch als der „Aufzug der hundert Drachen“ bekannt ist. 2002 eröffnet, handelt es sich dabei um den längsten Aufzug unter freiem Himmel auf der ganzen Welt.

Wenn die schönen Aussichtspfade und die gläserne Brücke noch immer nicht genug sind, kann man sich hier auch mit Bungee-Jumping vergnügen. Die Berge im Zhangjiajie-Nationalpark bieten dazu die idealen Voraussetzungen. Der gesamte Nationalpark ist so groß, dass sich ein Aufenthalt von mehreren Tagen anbietet. Im Gegensatz zu anderen Nationalparks in China gelten die Tickets für den Zhangjiajie-Park auch für mehrere Tage. Im Eintrittspreis sind auch die Busfahrten innerhalb des Parks inbegriffen.

Touristenboot auf einem Fluss im Zhangjiajie Nationalpark in China

Reisen in China

Der Zhangjiajie-Nationalpark liegt rund 300 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Changsha. Changsha wiederum befindet sich rund 1000 Kilometer westlich von Shanghai sowie rund 1500 Kilometer südlich der Hauptstadt Peking. Mit dem Flugzeug dauert die Reise von Peking nach Changsha rund zwei Stunden. Von Changsha aus nimmt die Anreise in den Nationalpark noch einmal rund vier Stunden auf der Straße in Anspruch. Die spektakulären Aussichten in den Bergen sind diese Anreise aber auf jeden Fall wert.

Bei einer Reise in den Zhangjiajie-Nationalpark oder allgemein durch China sollte man die extrem großen Entfernungen im Auge behalten. China ist um ein Vielfaches größer als Deutschland. Die Distanz von Shanghai nach Changsha alleine ist zum Beispiel so weit wie in Deutschland zwischen dem hohen Norden und dem tiefen Süden. Für Reisen innerhalb der Volksrepublik China ist daher das Flugzeug sehr oft eine gute, weil vor allem auch angenehm schnelle Option.

China verfügt aber auch über ein sehr gut ausgebautes Eisenbahnnetz mit schnellen Verbindungen zwischen den vielen Großstädten. Zwischen den großen Zentren verkehren bequeme Hochgeschwindigkeitszüge, die mit dem deutschen ICE oder dem französischen TGV vergleichbar sind. Auf den langen Reisen lassen sich aber auch die Vorzüge der Schlafwagen in den gewöhnlichen Zügen genießen. Falls einem diese Art des Reisens über Nacht zusagt, kann man wie die Chinesen reisen und so Land und Leute gleichzeitig kennenlernen.

Fischer auf dem Li Fluss in Yangshuo bei Guilin, China

Was China sonst noch zu bieten hat

Natürlich hat China als riesiges Land noch viel mehr zu bieten als den Zhangjiajie-Nationalpark. Gerade dank der schnellen Bahnverbindungen können sich Touristen auch eine ganze Rundreise zu mehreren Sehenswürdigkeiten zusammenstellen. Zum Beispiel empfiehlt sich von Peking aus eine Reise hin zur Großen Mauer. Rund eineinhalb Stunden von Peking entfernt befinden sich die für die Touristen zugänglichen Bereiche dieses einstigen Grenzwalls. Dieser schützte das Reich der Mitte vor vielen Hundert Jahren vor Überfällen durch nomadische Reitervölker.

Überfälle sollten Touristen in China jedoch nicht mehr zu befürchten haben. Schließlich gilt das Land als ausgesprochen sicher – und das in jeder Hinsicht. Sich zusammen mit einer Milliarde Chinesen zu bewegen, mag eine Herausforderung sein – ist aber auch ein Erlebnis. Falls Sie in China ausgedehnte Reisen mit dem Zug vorhaben, sollten Sie gerade deswegen rechtzeitig zu planen beginnen. Die Züge zu den beliebtesten Destinationen sind schnell komplett ausgebucht, besonders zu Hauptreisezeiten wie um das Chinesische Neujahrsfest herum.

Bedingt durch die enorme geografische Ausdehnung des Landes ist das Klima nicht in allen Teilen Chinas gleich. In der Region Zhangjiajie herrscht das ganze Jahr über ein gemäßigtes, eher warmes Klima. Es ist vor allem im Sommer jederzeit mit Niederschlägen zu rechnen. Dies wirkt sich sehr positiv auf die Vegetation aus. An den Berghängen im Nationalpark zeigt sich stets saftiges Grün. Als beste Reisezeit empfehlen sich die Monate April bis Oktober.

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Vor- und Nachteile

Die Vorteile

  • China bietet eine fast unendliche Auswahl an Sehenswürdigkeiten.
  • Lassen Sie sich von der chinesischen Kultur inspirieren.

Die Nachteile

  • In vielen Großstädten leben derart viele Menschen, dass die Übersicht verloren geht.
  • Das Internet ist nicht uneingeschränkt zugänglich.
Hot Pot Spezialität in China

China kulinarisch entdecken

Auf keinen Fall zu kurz kommen dürfen in China die kulinarischen Höhepunkte. Teigtaschen, Nudelgerichte und Street Food in allen Formen sind eine wahre Gaumenfreude. Je nach Gegend, in der Sie sich gerade aufhalten, wird auch Fisch zu einem spannenden Thema auf dem Tisch. Allgemein schmeckt in China alles noch viel besser als beim Chinesen um die Ecke. In der Provinz Hunan, zu der auch der Zhangjiajie gehört, wird oft eher scharfes Essen aufgetischt.

Und dann wäre da noch die schmackhafte Peking-Ente – am besten zusammen mit frischem Gemüse, Zwiebeln und Sojasauce. Sie ist in China sehr oft ein Gericht für eine ganze Gruppe. Die Peking-Ente steht wie alle anderen chinesischen Gerichte unter dem Einfluss der fünf Elemente – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Diese daoistisch geprägte Theorie beschreibt, wie sauer, bitter, süß, scharf oder auch salzig die verschiedenen Gerichte der chinesischen Küche sein können.

In der Provinz Hunan ist es zumeist das Metall, das dominiert. So drückt sich aus, dass das Essen in dieser Provinz oft sehr scharf ist. Oft verwendete Gewürze sind hier Chili und weißer Pfeffer. Die Kombination dieser scharfen Gewürze in einem Gericht gilt weltweit als einzigartig. Geprägt wird die westchinesische Küche auch durch die Verwendung von Chinakohl und Bambussprossen. Statt mit Fleisch bereitet man in Hunan viele Gerichte mit Fisch oder Huhn zu.

Pandabär in freier Wildbahn auf einem Ast liegend

Die Provinz Hunan erklärt

Allgemein verbindet man China schon seit vielen Jahrhunderten mit Rohstoffen wie Baumwolle, Reis und Tee. Gerade in der Provinz Hunan spielt deren Erzeugung auch eine sehr große Rolle. Schließlich ist Hunan eine der am besten bewässerten Provinzen des gesamten Landes, was für den Anbau wichtig ist. Bekannt ist diesbezüglich vor allem einer der größten Flüsse Chinas, der Jangtsekiang. Er durchfließt die Provinz in seinem Mittellauf auf dem Weg nach Shanghai an der Küste zum Ostchinesischen Meer.

Der Name der Provinz Hunan geht auf die geografische Lage zurück und bedeutet in etwa „südlich des Sees“. Mit dem See ist der Dongting-See im Nordosten der Provinz gemeint. Alleine die Hauptstadt Changsha hat mehr als sieben Millionen Einwohner. Insgesamt wohnen in der Provinz Hunan rund 70 Millionen Menschen. Der Gründervater der heutigen Volksrepublik China, Mao Zedong, hat seine Wurzeln in der Provinz Hunan, denn er stammte aus Shaoshan, rund 50 Kilometer südwestlich von Changsha.

Im Norden ist die Provinz durch den Dongting-See geprägt, der zudem der größte Süßwassersee Chinas ist. In Richtung Süden, Osten und Westen sind es die Gebirge, die einen großen Teil der Landschaft ausmachen. Nur rund ein Fünftel der gesamten Provinz Hunan befindet sich in der Ebene. Dennoch liegt der höchste Punkt nur bei 2115 Metern über dem Meeresspiegel. Die meisten Städte in Hunan liegen am Fluss Jangtsekiang beziehungsweise an seinen Zuflüssen.

Tourist mit Regenschirm an einem Aussichtspunkt in den Zhangjiajie Bergen in China

Nützliches für die China-Reise

Ein Aspekt, den man bei der Vorbereitung auf keinen Fall vernachlässigen sollte, ist die Sprache. Englisch hilft in China meistens nur beschränkt weiter. Entsprechend ist es sehr nützlich, beispielsweise auf dem Smartphone eine App bereitzuhalten, die einem beim Übersetzen hilft. Andererseits kann man natürlich auch versuchen, vor einer Reise nach China die Sprache zu erlernen. Doch Chinesisch zählt aus guten Gründen zu den am schwierigsten zu erlernenden Sprachen und das Aneignen der Sprache ist daher ein eher langfristiges Unternehmen.

VPN in China

Es lohnt sich auf jeden Fall, sich bereits von Europa aus Gedanken über die genauen Reisepläne zum Zhangjiajie-Nationalpark zu machen. Dies kann sehr nützlich sein, da in China das Internet nicht immer frei zugänglich ist. Primär soziale Medien sind oft gesperrt. Gerade, wenn man während der Reise einfach mit Familie und Freunden in Kontakt bleiben möchte, sollte man also auf einen VPN zurückgreifen. Dieser stellt eine sichere Verbindung zu einem Server im Ausland her und erlaubt so den unbeschränkten Zugriff aufs Internet. Viele Seiten im Internet bieten VPN-Vergleiche zwischen verschiedenen VPN-Diensten an. Ein Beispiel ist das Vergleichsportal VPNwiki, auf dem man auch anhand der Preise vergleichen kann.

Sich in China zurechtfinden

Einem Taxifahrer zu erklären, wo man hingefahren werden möchte, ist nicht immer gleich einfach. Am besten hält man eine Karte bereit, auf der bereits eingezeichnet ist, wo man hin möchte. Noch besser ist, wenn diese Karte dann auch noch mit chinesischen Zeichen beschriftet ist. So entstehen keine Missverständnisse, selbst wenn man der Sprache des Taxifahrers nicht mächtig sein sollte. Dasselbe Vorgehen kann auch sonst beim Reisen quer durch China sehr hilfreich sein.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wie lange lohnt es sich, im Zhangjiajie-Nationalpark zu bleiben?

Das Park-Ticket gilt für mehrere Tage – diese braucht man auch.

Wo liegt der Zhangjiajie-Nationalpark?

Er liegt in der Provinz Hunan, 300 km von Changsha entfernt.

Wie ist das Klima im Zhangjiajie-Nationalpark?

Im Jahresdurchschnitt ist das Klima eher warm und auch feucht.

Wie sicher ist der Zhangjiajie-Nationalpark?

Der Zhangjiajie-Nationalpark ist sehr sicher – so sicher wie ganz China.

Wofür ist der Zhangjiajie-Nationalpark bekannt?

Für die spektakulären Sandsteinfelsen, bekannt aus James Camerons Film Avatar.

Wie gelangt man zum Zhangjiajie-Nationalpark?

Ab Frankfurt gibt es direkte Flüge in die Provinzhauptstadt Changsha.

Bildquellen

  • Glasbrücke im Zhangjiajie Nationalpark, China: © keattisak - stock.adobe.com
  • Touristenboot auf einem Fluss: © keattisak - stock.adobe.com
  • Fischer auf dem Li-Fluss: © konstantant - stock.adobe.com
  • Hot-Pot-Spezialität in China: © chungking - stock.adobe.com
  • Pandabär in freier Wildbahn: © Cedar - stock.adobe.com
  • Tourist mit Regenschirm an einem Aussichtspunkt in den Zhangjiajie-Bergen: © pawopa3336 - stock.adobe.com
  • Seilbahn in den Zhangjiajie-Bergen in China: © Dmitry Rukhlenko - stock.adobe.com