Dunkel, nasskalt und windig – der Herbst hat den Sommer endgültig abgelöst und auch der Winter blinzelt an so manchem mit Raureif bedeckten Morgen schon um die Ecke. Für das Immunsystem und das seelische Wohlbefinden geht es nun in eine anstrengende Phase. Wenn das Licht und die Wärme der Sommermonate fehlen, wird es umso wichtiger, die körpereigenen Speicher auf andere Weise zu füllen. Mit einer großen Portion Wellness kommen wir gesund und gut gelaunt durch die dunkle Jahreszeit.

Sobald das Wetter ungemütlicher wird, beginnt die Erkältungszeit. Die Infekte scheinen fast nahtlos ineinander überzugehen und das Energielevel befindet sich auf dem Tiefpunkt. Dafür sind eine ganze Reihe von Faktoren verantwortlich. Im Herbst und Winter verwöhnt uns die Sonne nur noch wenige Stunden am Tag mit ihren Strahlen. Oft blinzelt sie nur schwach hinter einer dicken Wolkenschicht hervor und bereits am späten Nachmittag verabschiedet sie sich ganz.

Der Mangel an Tageslicht in der dunklen Jahreszeit führt dazu, dass der Körper vermehrt Melatonin produziert. Das Hormon fördert den Schlaf. Eine Überproduktion lässt uns aber auch in Wachphasen müde und antriebslos werden. Hinzu kommt eine mangelnde Motivation zu Bewegung im Freien. Wenn es draußen regnet und stürmt, wirkt die übliche Joggingrunde wenig einladend. Wer berufstätig ist, findet kaum Zeitfenster, um die wenigen Sonnenstrahlen für gesunde Aktivitäten zu nutzen. Dabei wäre viel Bewegung bei Tageslicht und an der frischen Luft gerade in dieser Zeit so wertvoll für das körperliche und seelische Wohlbefinden.

Der klassische Winterblues kann ein lästiger Begleiter sein. Er beeinflusst den Schlaf und sorgt auch in wachen Phasen für verstärkte Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Mediziner gehen davon aus, dass etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung sogar mit einer Saisonal Abhängigen Depression (SAD) auf die veränderten Lichtverhältnisse und das trübe Wetter reagieren. Die beste Medizin gegen Antriebslosigkeit und schlechte Laune ist viel Bewegung an der frischen Luft und möglichst viel Tageslicht. Die UV-Strahlen der Sonne unterstützen die Produktion von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin, den Hormonen, die für ein starkes Immunsystem, Energie und positive Stimmung verantwortlich sind. Künstliche Lichtquellen haben nicht dieselbe Wirkung, doch sie können in der dunklen Jahreszeit die Seele streicheln und für Behaglichkeit und damit für mehr Wohlbefinden sorgen.

Wer es im Herbst und Winter eher entspannt mag, kann diese Vorliebe ebenfalls nutzen, um Körper und Seele etwas Gutes zu tun. Wellness kann in der dunklen Jahreszeit genau die richtige Medizin sein, um dem Winterblues Lebewohl zu sagen. Bewusste Auszeiten vom stressigen Alltag, Zeit und Ruhe für einen bewussten Blick nach innen und auf die eigenen Bedürfnisse, Verwöhnmassagen und Aromatherapie als Fest für die Sinne – Wellness bietet vielfältige Möglichkeiten, um leere Energiespeicher wieder aufzufüllen und die Stimmung aufzuhellen. Mit kleinen Verwöhneinheiten oder ausgiebigen Wellnessauszeiten hat der Winterblues keine Chance.

Die wohltuende Wirkung von Wellness im Winter

Tageslicht und Bewegung an der frischen Luft sind nicht die einzige Medizin gegen ein angeschlagenes Immunsystem und mangelndes Wohlbefinden in der dunklen Jahreszeit. Bewusste Wellnessmomente können leere Akkus wieder aufladen, das Immunsystem stärken und die Stimmung heben.

Im Herbst und Winter ist Stress meist präsenter als Ruhe und Entspannung. Insbesondere die Wochen rund um die Feiertage sind mit Hektik und einem vollen Zeitplan verknüpft. Der Jahresabschluss im Job, die Vorbereitung der Feiertage mit den Liebsten – viele Menschen kommen auf einem sehr hohen Stresslevel aus dieser besonderen Zeit des Jahres heraus. Zudem liegt der letzte Erholungsurlaub oft schon lange zurück und die Energiereserven daraus sind längst aufgebraucht. Kleine, bewusste Auszeiten können dabei helfen, Stress abzubauen, neue Energie zu generieren und den Blick von völlig überfüllten To-Do-Listen wieder auf das Wesentliche zu lenken. Kurze Wellnesseinheiten schenken Ruhe in stressigen Zeiten und können dabei helfen, die Dauerbelastung, der Körper und Seele in dieser Zeit häufig ausgesetzt sind, abzumildern.

Für das körperliche Wohlbefinden sind regelmäßige Saunagänge in Kombination mit Wechselduschen ein sinnvolles Wellnessprogramm für den Winter. Die Mischung stärkt die Gefäße, härtet ab und ist damit ein echter Boost für das Immunsystem. Ideal sind mehrere kurze Saunagänge. Anschließend den Körper von den Füßen beginnend mit Wechselduschen verwöhnen und dann schön warm einpacken. Ein paar Stunden in der Sauna können dabei helfen, lästige Infekte leichter abzuwehren und so gestärkt durch den Winter zu kommen.

Aromaöle streicheln die Seele und sind Balsam für das seelische Wohlbefinden. Aromatherapien werden in der Therme häufig in Kombination mit Saunagängen und Wellnessmassagen angeboten. Im kleineren Rahmen können sie aber auch zu Hause durchgeführt werden, zum Beispiel bei einem wohltuenden Schaumbad. Gegen den Winterblues und das anhaltende Erkältungswetter eignen sich besonders gut ätherische Öle wie Thymian, Eukalyptus, Orange, Mandarine, Zitrone und Nelken. Zitrusöle werden verwendet, um Wintermüdigkeit und düstere Stimmungen zu vertreiben. Sie sollen anregend und belebend wirken und Körper und Geist erfrischen. Bergamotte, Benzoe Siam, Zeder, Neroli, Osmanthus und Lavendel finden in entspannenden Aromatherapien Verwendung. Sie lassen sich gut mit anderen Aromen kombinieren und können wohltuend und stressreduzierend wirken. Eine Aromatherapie mit hochwertigen Ölen eignet sich gut für die kleine Auszeit zwischendurch und kann Körper und Seele gegen den Winterblues stärken.

Kurz, aber wirkungsvoll: Ein Wochenende im Wellnesshotel als Auszeit nutzen

Wenn der Sommerurlaub bereits in weite Ferne gerückt ist und der Alltag im tristen Grau eines verregneten Winters versinkt, sehnen sich Körper und Seele nach einer Auszeit. Ein ausgiebiger Urlaub ist zu dieser Zeit des Jahres meist kaum möglich. Wenn das Flugzeug Richtung Süden ausgebucht ist, gibt es entspannende Alternativen. Schon kurze Auszeiten können eine große Wirkung auf das Wohlbefinden haben, wenn sie bewusst genutzt werden.

Ein Wochenende in einem Wellnesshotel ist die ideale Auszeit für alle, die dem nasskalten Wetter entfliehen und sich in ruhiger Atmosphäre verwöhnen lassen wollen. Auch wenn es kaum möglich ist, in nur zwei Tagen den Stress und Ballast vieler Wochen abzulegen, kann der Tapetenwechsel dabei helfen, bewusst vom Alltag abzuschalten und Körper und Seele so die Ruhe zu gönnen, um zu regenerieren.

In einem guten Wellnesshotel finden Ruhesuchende nicht nur eine gemütliche Unterkunft für entspannte Stunden, sondern meist auch eine große Bandbreite an Wellnessanwendungen und ein Speisenangebot, das ganz auf Gesundheit und Wohlbefinden abgestimmt ist. So kann das Wochenende im Wellnesshotel wie eine Blitzkur für Körper und Seele wirken und die Energiereserven wieder aufstocken.

Wellnessexperten raten, bewusst darauf zu achten, dass der Terminplan für das Wochenende trotz eines reichhaltigen Angebotes an Wellness- und Beautyanwendungen nicht zu vollgepackt wird. Wer der kurzen Auszeit möglichst viel Entspannung abgewinnen möchte, sollte ausreichende Entspannungsphasen einplanen, in denen Körper und Geist zur Ruhe kommen können und in denen die Uhr ganz bewusst aus dem Blick geraten darf.

Für die kleine Wellnesseinheit zwischendurch: Ein Tag in der Therme verjagt den Winter

Wenn es für ein ganzes Wochenende im Wellnesshotel nicht reicht, kann auch ein Tag in der Therme dem Winterblues den Kampf ansagen. So ein kurzer Urlaub in Deutschlands schönsten Thermen kann zwar nicht den Sommer zurückbringen, doch er kann Körper und Seele verwöhnen und damit die Lebensgeister wieder wecken.

Moderne Thermenkonzepte kombinieren verschiedene Saunakreationen mit unterschiedlichen Wasserbereichen und speziellen Wellnessanwendungen aus dem Massage- und Beautybereich. Hier finden Entspannungssuchende alles, was das Herz begehrt, auf kleinem Raum und in ein ansprechendes Gesamtdesign integriert. Das Thermalwasser, das in ausgewiesenen Thermen in den Wasserbereichen zum Genießen einlädt, ist nicht nur angenehm warm, sondern auch reich an Mineralien, die sich wohltuend auf den Körper auswirken. So kann schon nach kurzer Zeit Entspannung einsetzen.

Ob es ein entspannter Saunagang oder ein feuriger Aufguss mit interessanten Aromen sein soll, eine Massage, die Stress und Verspannungen dahinschmelzen lässt oder eine wohltuende Beautybehandlung für gestresste und trockene Winterhaut, ein Tag in der Therme lässt sich ganz nach den eigenen Bedürfnissen gestalten. So können Gäste ihre Schwerpunkte selbst setzen und dort beginnen, wo Entspannung und Regeneration gerade am nötigsten gebraucht werden.

Ein Tag in der Therme ist die ideale Auszeit für zwischendurch und kann im Winter eine wertvolle Unterstützung sein, um das Immunsystem zu stärken, trübe Gedanken zu vertreiben und der kalten und dunklen Jahreszeit schöne Seiten abzugewinnen.

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