Der menschliche Mund unterscheidet verschiedene Geschmäcker: süß oder sauer, bitter oder salzig – und scharf (letztere zählt nicht zu den Geschmacksrichtungen). In den meisten Gerichten mischen sich diese Geschmäcker und ergeben ein wohlschmeckendes Ganzes. Dabei sind wir durch unsere Kindheitserfahrungen und Gewohnheiten vorgeprägt. Die kulinarischen Kompositionen aus süß und sauer oder bitter sind eher ungewöhnlich für unsere europäisch geprägte Gustatorik. Wir wagen mit Ihnen einige der populärsten Geschmacksexperimente, die zwischen Abneigung (zunächst!) und Wohlgeschmack unsere Sinne polarisieren.
- Die Hirnsuppe: Etwas mehr Hirn, bitte!
Für die einen ist sie absolutes No-Go, für die anderen eine Delikatesse: Die Hirnsuppe. Schon allein die Zubereitung erfordert ein gesundes Maß an Tapferkeit: Das Hirn vom Metzger muss gespült und gewässert werden, Häutchen müssen entfernt werden. Das ist nicht jedermanns/jederfraus Sache, viele schwärmen aber von diesem Gericht, das kaum in einem Restaurant zu finden ist. Das krosse Knuspern: Salat mit InsektenAuch wenn sich unser Auge und unsere Geschmacksnerven erst daran gewöhnen müssen, sind essbare Insekten auf Burgern, Salaten und so weiter nicht nur Trend, sondern auch gesunde Alternative zu Fleisch. Von Mehlwürmern über Heuschrecken bis hin zu sogenannten Sago-Maden, die in Südostasien eine Spezialität sind, reicht die schmackhaft-krosse Salatbeilage. Thurner2023-05-16T14:56:19+02:00Harzer Käse – die polarisierende ProteinbombeDer Harzer Käse ist eine wahre Proteinbombe. Klassisch wird der Käse als Handkäs mit Musik mit Zwiebeln und Essig zu Graubrot gegessen. Es gibt allerdings zahlreiche moderne Interpretationen in Form von Fingerfood oder sogar als deftige Harzer-Käse-Kartoffelsuppe. Je älter er ist, desto würziger, strenger und aromatischer ist der Geruch und Geschmack. Geschmacklich herausfordernd: Der Preiselbeer-Meerrettich-DipWenn Preiselbeeren auf Meerrettich treffen, dann ist unser Gaumen zunächst irritiert. Schnell entscheidet er aber zwischen den Attributen „lecker“ oder „nicht lecker“. Der Dip schmeckt vor allem zu Gemüsesticks oder Burgern. Man kann auch auf den Meerrettich verzichten, um den Geschmack zu glätten. Wiener Beuschel scheidet die GeisterDer Name Beuschel kommt von Bausch und meint die Beschaffenheit der Lunge, die neben dem Herz die Hauptzutat des Gerichtes ist. Deshalb wird das Beuschel auch in manchen Regionen Österreichs mit „Lüngerl“ bezeichnet. Die Sauce ist entscheidend für den Geschmack der Speise, die mit Semmelknödeln gereicht wird. Ich werde zum Hirsch – der HirschburgerDieser Burger setzt unserem Gaumen wahrlich Hörner auf: Hirschfleisch kann mit gegrillten Birnen, Camembert und Preiselbeeren kombiniert und in den Burger gegeben werden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Eine kulinarische Meisterleistung mit geschmacklicher „Wildness“. Froschkutteln ohne FroschKutteln stammen von vier Mägen und Därmen des Rinds. Besonders zart sind sie vom Kalbsmagen. Saure Kutteln werden vor allem in Schwaben während der Fastenzeit gegessen. Sie galten ursprünglich als „Arme-Leute-Essen.“ Der Name Froschkutteln hat insofern mit dem Frosch zu tun, da Frösche zur Leibspeise der Störche in der Storchenstadt Riedlingen gehör(t)en, wo der Name überhaupt erst entstanden ist. Milbenkäse – lebendig und würzigDer Würchwitzer Milbenkäse ist seit der Slow-Food-Bewegung, die diesen als gesundheitsfördernd entdeckte und denselben gleichzeitig als „ekligste Delikatesse der Welt“ tituliert hat, sehr begehrt. Mundartlich wird er auch Mellnkase genannt. Bei der Produktion werden Käsemilben verwendet, welche die Reifung des Käses vorantreiben. Berliner mit Leberkäse, mehr als ein FasnachtshitDie Bäckerei Doll aus Munderkingen hat vergangene Fastnet die Prinzipien „nur süß“ oder „nur deftig“ auf den Kopf gestellt und den Leberkäse-Berliner zur Fastenzeit mit Himbeermarmelade und Senf angeboten. Ein voller Erfolg! Winzerpizza - deftige KreationenDie Winzza ist eine Kreation des Lorchers Daniel Horne, der den fluffigen Teig mit spannenden "regionalen Zutaten“ belegt. Der Klassiker ist die "Rheingauer Winzza" mit einer roten Spundekäsecreme, Rieslingschmorzwiebeln und Schweinepopcorn. Im Frühling besonders beleibt ist die "Winzza Hessisch": mit Frankfurter Grüne-Sauce-Creme, Handkäsetatar, Äpfeln, Zwiebeln und Radieschen. Bildquellen
- Hirnsuppe: © Надія Коваль stock.adobe.com
- Salat-Insekten: © CK Bangkok Photo. stock.adobe.com
- Harzer-Kaese: © annabell2012 stock.adobe.com
- Preiselbeer-Meerrettich-Dip: © nblxer stock.adobe.com
- Beuschel: © alho007 stock.adobe.com
- Hirschburger: © Der Büffel kocht stock.adobe.com
- Kutteln: © Dar1930 stock.adobe.com
- Milbenkäse: © C. Schmelzer - milbenkaese.de
- Berliner-Leberkaese: © Bäckerei Doll
- Winzza: © Chef Daniel Consulting
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