Wenn ich an den Sommer denke, denke ich nicht zuerst an Grillfleisch oder Salat. Vor meinem inneren Auge steht ein großer Teller Antipasti. Buntes Gemüse, gutes Olivenöl, frische Kräuter und knuspriges Brot. Mehr braucht es oft gar nicht.

Antipasti sind für mich die unkomplizierteste Art, Gäste zu bewirten. Fast alles lässt sich vorbereiten. Während andere noch in der Küche stehen, sitzt man selbst längst mit am Tisch. Genau das macht für mich mediterranes Essen aus.

Ein Teller voller Farben

Ein schöner Antipasti-Teller lebt von der Vielfalt. Unterschiedliche Farben, verschiedene Konsistenzen und kleine geschmackliche Überraschungen machen ihn spannend. Deshalb kombiniere ich nie nur eine Gemüsesorte, sondern stelle mehrere kleine Antipasti zusammen.

Möhren bringen eine angenehme Süße mit, Blumenkohl sorgt für Biss, Paprika entwickelt beim Garen ihr volles Aroma. Auberginen werden wunderbar cremig, während Zucchini angenehm leicht bleiben. Zusammen ergeben sie einen Teller, von dem jeder etwas findet, das ihm besonders schmeckt.

Das Gemüse bereite ich jeweils separat zu. So bekommt jede Sorte genau die Garzeit, die sie braucht. Erst zum Schluss richte ich alles gemeinsam an und beträufle den Teller großzügig mit gutem Olivenöl.

Paprika Antipasti mit roten Paprika von Foodblogger Thomas Sixt

Weniger ist oft mehr

In der Profiküche habe ich früh gelernt, dass gutes Gemüse nicht viele Zutaten braucht. Entscheidend sind Qualität und Sorgfalt.

Frische Kräuter, etwas Knoblauch, ein Spritzer Zitronensaft oder Balsamico und ein hochwertiges Olivenöl reichen oft völlig aus. So bleibt der Eigengeschmack erhalten, statt unter kräftigen Marinaden zu verschwinden.

Gerade im Sommer ist diese Leichtigkeit für mich das Besondere der mediterranen Küche.

Mein Antipasti-Teller

Auf meinem Antipasti-Teller dürfen fünf Gemüse fast nie fehlen: Möhren, Blumenkohl, Paprika, Auberginen und Zucchini. Dazu kommen nach Lust und Saison eingelegte Oliven, etwas Pecorino oder Parmesan, geröstetes Brot und vielleicht noch ein paar Scheiben luftgetrockneter Schinken für diejenigen, die es nicht vegetarisch mögen.

So entsteht aus einfachen Zutaten eine Mahlzeit, die nach Urlaub schmeckt und ohne großen Aufwand viele Menschen glücklich macht.

Wer die einzelnen Gemüse Schritt für Schritt zubereiten möchte, findet auf meinem Blog den großen Antipasti-Teller sowie die passenden Rezepte für Möhrengemüse-Antipasti, Blumenkohl-Antipasti, Paprikagemüse, Auberginen-Antipasti und Zucchini-Antipasti.

Auberginen Antipasti von Foodblogger Thomas Sixt

Mediterraner Genuss ohne Hektik

Vielleicht ist das der eigentliche Grund, warum ich Antipasti so mag. Sie entschleunigen das Essen. Niemand wartet auf den perfekten Garpunkt, niemand muss ständig nachlegen. Alles steht auf dem Tisch, jeder nimmt sich, worauf er gerade Lust hat.

Genau so fühlt sich für mich Sommer an: gemeinsam essen, gute Gespräche führen und den Abend einfach genießen.

Thomas Sixt ist Koch und Food-Fotograf. Als Buchautor betreibt er den Rezepte-Blog ThomasSixt.de und schreibt die monatliche Foodblog-Kolumne für den Varta-Führer.

Bildquellen

  • paprika-antipasti-thomas-sixt-fuer-varta: © Thomas Sixt
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