Die Stadt Regensburg – Geschichte, Daten und Fakten

Die Stadt Regensburg liegt in Ostbayern und ist die Hauptstadt des Bezirks Oberpfalz. Mit etwa 140.000 Einwohnern ist sie die viertgrößte Stadt Bayerns und Bischofssitz der Diözese Regensburg. Die Stadt liegt am nördlichsten Punkt der Donau an den Mündungen von Naab und Regen und vereint unterschiedlichste Naturräume in sich: Fränkischer Jura, Bayrischer Wald und Donau-Ebene treffen hier aufeinander.

Regensburg gehört zu den ältesten Städten Deutschlands und ist ungefähr 2000 Jahre alt; im Laufe ihrer Geschichte erlebte die Stadt viele Höhen und Tiefen, angefangen von den Kelten und Römern bis hin zum Zweiten Weltkrieg. Der historische Stadtkern ist weitestgehend erhalten und macht die Stadt mit ihren mittelalterlichen Bauten und den römischen Spuren zu einem beliebten Reiseziel. Die Regensburger Altstadt gehört seit 2006 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Steinerne Brücke und Salzstadl in Regensburg an der Donau

Steinerne Brücke und Salzstadl in Regensburg an der Donau – © Pecold- fotolia.com

Das Gebiet rund um Regensburg ist bereits seit der Steinzeit besiedelt; erste Spuren der Kelten reichen bis ins Jahr 400 v. Chr. zurück. Die Stadtgeschichte beginnt im Jahre 79 n. Chr. mit dem Bau eines Kohortenkastells zur Bewachung von Naab- und Regenmündung, das ab dem Jahr 175 zu einem Legionslager wurde, dem „Castra Regina“: der Steinbau des Lagers ist noch heute im Stadtbild erkennbar, und die steinerne Inschrift der Einweihung gilt als Gründungsurkunde Regensburgs.

Die Historie der Stadt Regensburg

  • ab dem Jahr 500: Regensburg wird zum Sitz der bayerischen Herzöge, das Bistum Regensburg aus dem 8. Jahrhundert gehört zu den ältesten auf deutschem Boden
  • im 9. Jahrhundert gehört Regensburg zu den wichtigsten Städten des ostfränkischen Karolingerreichs
  • im 12. und 13. Jahrhundert begründet sich der Reichtum der Stadt durch Fernhandel bis nach Paris und Venedig; dieser einstige Reichtum ist noch heute in vielen romanischen und gotischen Bauwerken in der Stadt sichtbar
  • im Jahr 1810 geriet Regensburg nach der Eroberung durch Napoleon an das Königreich Bayern, 1859 erfolgt der Anschluss ans Eisenbahnnetz mit Verbindungen nach Nürnberg und München, doch Regensburg bleibt in seiner industriellen Entwicklung weitgehend zurück, was auch dazu beitrug, dass die mittelalterliche Altstadt erhalten blieb
  • im Zweiten Weltkrieg wird die Altstadt von Bombenangriffen weniger stark zerstört als andere Städte in Deutschland, die Angriffe richten sich vor allem auf das Messerschmidt-Flugzeugwerk, somit blieb der historische Stadtkern weitestgehend erhalten und bildet heute die größte mittelalterliche Altstadt Deutschlands
  • am 13.7.2006 wurde die Regensburger Altstadt von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt
2017-07-30T21:36:31+00:00
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