Das Bayerische Nationalmuseum – entdecken Sie die weltberühmte Krippensammlung

Was tun Könige am liebsten, um sich unsterblich zu machen? Genau: sie bauen Schlösser, Burgen und Museen. So geschehen auch 1855, als der Vater des „Märchenkönigs“ Ludwig II., König Maximilian II., das Bayerische Nationalmuseum ins Leben rief. Es hätte ihn sicher in helle Begeisterung versetzt, wenn er wüsste, dass es heutzutage zu den bedeutendsten Ausstellungshäusern Europas zählt. Das Gebäude wurde von niemand geringerem als dem Architekten Gabriel von Seidl im Stile des Historismus entworfen. Beim Historismus bediente man sich verschiedener zurückliegender Epochen und kombinierte diese zu einem eindrucksvollen Gesamtwerk bei Gebäuden.

Das Bayerische Nationalmuseum und seine Schätze

Doch auch das Innere des Museums begeistert den Besucher mit einer Vielzahl an Kunstschätzen: so steht im BNM der aufwendig verzierte Schmuckkasten der heiligen Kunigunde. Man vermutet, dass er ungefähr um das Jahr 1000 in Dänemark angefertigt wurde. Kunigunde von Luxemburg wurde im Alter von 15 Jahren mit dem späteren Kaiser Heinrich II. von Bayern verlobt; sie und ihr Ehemann wurden 1014 in Rom zum Kaiserpaar gekrönt. Nach dem Tode Heinrichs regierte seine Ehefrau so lange das Land, bis sein Nachfolger bestimmt wurde. Sie verstarb mit 53 Jahren im Kloster Kaufungen und wird seitdem neben ihrem Mann Kaiser Heinrich II. vor allem im Bamberger Raum als Heilige verehrt. Nicht verpassen sollte man auch die große weltberühmte Krippensammlung: Es können über 60 weihnachtliche Szenen aus dem Alpenraum und Italien, entstanden im 18. und dem frühen 20. Jahrhundert, angeschaut werden. Wer ein Fan des glanzvollen Barock und heiteren Rokokos ist, kann die Dauerausstellung im Westflügel besuchen. Nach vielen Jahren der Sanierung ist dieser Teil des Museums wieder eröffnet und bietet einen umfassenden Rundgang durch diese geschichtlich sehr interessanten Epochen, denn wenn man die Französische Revolution von 1789 in Betracht zieht, so glich die Zeit im 17. und 18. Jahrhundert wie einem Tanz auf dem Vulkan. An die 600 Stücke, darunter Möbel, Gemälde, Porzellan und Uhren, präsentieren den damaligen Alltag im Leben der Schönen und Reichen an europäischen Höfen. www.bayerisches-nationalmuseum.de
Ausstellung, Das Bayerische Nationalmuseum

Plastiken © Bayerisches Nationalmuseum München

2018-07-26T14:09:30+00:00
error: Bilder sind urheberrechtlich geschützt und können nicht heruntergeladen werden