Die Altmark: Über Backsteingotik und die Hanse

Die Altmark ist eine Region im Norden Sachsen-Anhalts und liegt zwischen der Lüneburger Heide im Westen, dem Havelland im Osten, dem Wendland im Norden und der Magdeburger Börde im Süden. Geprägt von weiten Landschaften mit Wiesen, Wäldern und Feldern sowie bedeutenden Hansestädten wie Stendal, Gardelegen und Salzwedel ist die Altmark ein attraktives Reiseziel in Sachsen-Anhalt.

Seen und Heide: Natur entdecken in der Altmark

Die Altmark ist Teil des Norddeutschen Tieflandes und geprägt von ebenen Weiten mit Wiesen, Wäldern und Heidelandschaften, die von Feldern und Äckern durchzogen sind und sich hervorragend zum Wandern oder Radfahren eignen.

Die höchste Erhebung der Region sind mit 160 m Höhe die Hellberge nordwestlich von Gardelegen, die bereits in der Steinzeit besiedelt waren. Die Hellberge sind reich an Naturdenkmälern: die Ferchel-Eiche ist das größte Naturdenkmal der Region und ein beliebtes Wanderziel – der Baum war einst die Dorfeiche des Ortes Ferchel, der bereits im 18. Jahrhundert zur Wüstung wurde. Der Zichtauer Eiche, die 1973 abgestorben ist, wurde ein Alter von mehr als 1000 Jahren nachgesagt.

Im Süden der Altmark findet sich eine bedeutende Heidelandschaft, die Colbitz-Letzlinger Heide, die das größte unbewohnte Gebiet Deutschlands darstellt und bekannt ist für ihre weitgehend unberührte Natur sowie den größten geschlossenen Lindenwald Europas. Hier lassen sich 600-jährige Eichen und viele seltene Tierarten wie Kreuzotter und Biber sowie reichlich Speisepilze finden.

Der Arendsee im Norden der Region ist der größte natürliche See Sachsen-Anhalts und gehört zu den tiefsten Seen Norddeutschlands  an seinen Ufern kann man nicht nur wandern und baden, in seinen Tiefen kann man sogar nach untergegangenen Schiffswracks tauchen.

Fachwerkhäuser in Salzwedel in der Altmark

Fachwerkhäuser in Salzwedel in der Altmark – © ArTo- fotolia.com

Fachwerk und Backsteingotik: Sehenswürdigkeiten in der Altmark

Die Altmark ist eine Region des Fachwerks und der Backsteingotik: Kirchen, Gebäude, ganze Straßenzüge dieser beiden Stilrichtungen finden sich in zahlreichen Dörfern und größeren Städten der Altmark. Des Weiteren hat die Hanse hier ihre Spuren hinterlassen: insgesamt acht Städte der Region gehörten ihr an und bildeten den Altmärkischen Städtebund, reiche wehrhafte Handelsstädte zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert, deren einstige Bedeutung man heute noch erahnen kann.

Stendal ist das Herz der Altmark und wird auch Stadt der Backsteingotik genannt – zahlreiche Bauwerke in diesem Stil prägen das Stadtbild, darunter mehrere Kirchen, der Dom, das Rathaus und die Stadtbibliothek. Die Altstadt von Salzwedel dagegen besticht mit zahlreichen Fachwerkhäusern, und in Gardelegen kann man die mittelalterliche Wallanlage bewundern, die beinahe die gesamte Innenstadt umgibt. Das historische Rathaus in Tangermünde stammt aus dem 15. Jahrhundert und gilt als Paradestück der deutschen Backsteingotik.

Bekannt ist die Region auch für ihre vielen Feldsteinkirchen, aus Findlingen erbaute Kirchen meist in kleineren Dörfern, die auf den Feldern gesammelt wurden – daher der Name Feldstein.

Havelberg in der Altmark

Havelberg in der Altmark – © Arnim Schulz- fotolia.com

Zu Wasser und zu Land: Aktiv in der Altmark

Die Altmark mit ihrem flachen weiten Land und den vielen Flüssen und Gewässern eignet sich hervorragend für lange Radtouren, gemütliche Wanderungen und Paddelspaß im kühlen Nass – der Arendsee ist ein Paradies für Wasserratten und Kanufahrer.

Der Altmarkrundkurs ist ein Radfernweg, der auf 460 km Länge die Region quert und dabei an allen sehenswerten Landschaften vorbeiführt, unter anderem auch an den Hellbergen und der Colbitz-Letzlinger Heide, zudem verläuft er durch alle acht Hansestädte. Der Elberadweg folgt dem Verlauf des Flusses durch die Altmark, und der Arendsee bietet sich nicht nur zum Baden an, sondern auch für eine Seerundfahrt.

2019-03-18T13:22:26+00:00
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