Das Niedersächsische Wattenmeer

Die Nordseeküste Niedersachsens ist eine Region mit vielen Gesichtern: geprägt vom Weltnaturerbe Wattenmeer mit seinen einzigartigen Landschaften und den vorgelagerten Ostfriesischen Inseln, Küstenlandschaften mit Deichen, Dünen und Stränden, den Flussmündungen von Elbe und Weser sowie sehenswerten Städten wie Stade oder Buxtehude gehört sie zu den meistbesuchten Ferienregionen Niedersachsens. Jetzt auf Entdeckungsreise gehen!

Krabbenkutter im Hafen von Greetsiel

Krabbenkutter im Hafen von Greetsiel – © travelpeter- fotolia.com

Watt, Strand, Dünen: Natur entdecken im Niedersächsischen Wattenmeer

Hauptattraktion der niedersächsischen Nordseeküste ist zweifelsfrei das Wattenmeer: die einzigartige Landschaft mit Salzwiesen, Dünen und Deichen, weiten Schlick- und Sandebenen, Inseln, Prielen und Wasserrinnen sowie großen seeganggeschützten Buchten wie dem Jadebusen ist seit 1986 als Nationalpark geschützt und mit ca. 345000 ha der zweitgrößte deutsche Nationalpark. Seit 1993 ist das niedersächsische Wattenmeer auch UNESCO-Biosphärenreservat und wurde 2009 als weltweit einmalige Naturlandschaft als UNESCO-Weltnaturerbe ausgezeichnet.

Geführte Wattwanderungen gehören zu den Highlights eines Besuchs des Niedersächsischen Wattenmeers, bei denen man nicht nur die kleinen Bewohner des Watts kennenlernt, sondern auch beeindruckende Begegnungen mit zahllosen Vögeln und den Seehundbänken der Region erleben kann.

Faszinierende Dünenlandschaften finden sich vor allem auf den Ostfriesischen Inseln: die 24,1 m hohe „Weiße Düne“ auf Spiekeroog etwa ist die höchste Erhebung Ostfrieslands, und von mehreren Aussichtspunkten hat man einen schönen Inselrundblick teilweise bis nach Wangerooge. Auf der Insel findet sich neben einem hübschen kleinen Rosengarten und einem Kurpark auch eine 350-jährige Ulme – kein alltägliches Naturdenkmal auf den baumarmen Inseln.

Auf Wangerooge erwarten den Besucher kleine Kiefernwälder, Moorflächen, Tümpel und Weiher in der Dünenlandschaft „Altdünengebiet“ – die Tümpel sind ehemalige Bombenkrater aus dem Zweiten Weltkrieg.

Sonnenuntergang am Deich

Sonnenuntergang am Deich – © travelpeter- fotolia.com

Leuchttürme, Kirchen, Museen: Sehenswürdigkeiten im Niedersächsischen Wattenmeer

Neben der beeindruckenden Landschaft des Weltnaturerbes Wattenmeer besticht die niedersächsische Nordseeküste auch durch weitere, von Menschenhand geschaffene Sehenswürdigkeiten, die in erster Linie von der Schifffahrt der an der Küste zeugen: zahllose Leuchttürme finden sich überall in der Region und erzählen ganz eigene Geschichten vom Leben an der rauhen Nordsee.

Der historische Leuchtturm auf der Insel Neuwerk, die ein Stadtteil von Hamburg ist, wurde bereits im Jahre 1310 fertiggestellt und ist somit das älteste erhaltene Bauwerk von Hamburg. Der Leuchtturm Obereversand im Elbe-Weser-Dreieck stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und dokumentiert heute die einstige Lebens- und Arbeitswelt eines Leuchtturmwärters. Der Alte Leuchtturm auf Wangerooge wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet und ist das älteste Bauwerk der Insel.

Sehenswert ist auch der Wasserturm auf Langeoog, der das Wahrzeichen der Insel darstellt und einen schönen Rundblick bietet, die Inselwindmühle Selden Rüst auf Norderney sowie diverse Inselkirchen wie etwa die alte Inselkirche auf Spiekeroog von 1696.

Lohnenswert ist auch ein Besuch im Museum Altes Zollhaus auf Baltrum, das Ausschnitte aus der Geschichte der Insel und der Insulaner zeigt, sowie im Kuriosen Muschelmuseum in Wremen, das über 3000 farbenprächtige und teils bizarre Gehäuse von Muscheln und Schnecken ausstellt.

Mit der Pferdekutsche durchs Wattenmeer

Mit der Pferdekutsche durchs Wattenmeer – © Christian Schwier- fotolia.com

Durch Watt und Dünen: Aktiv im Niedersächsischen Wattenmeer

Geführte Wattwanderungen gehören zum Pflichtprogramm eines Besuchs an der niedersächsischen Nordseeküste, über die man beispielsweise die Ostfriesischen Inseln erreichen kann oder von Neuwerk aus die Vogelinsel Scharhörn – doch die Schönheiten der Landschaft kann man auch beim Baden und Spazieren am Strand oder beim Schlendern durch die Dünen genießen.

Die Ostfriesischen Inseln eignen sich teilweise hervorragend zum Radfahren – bis auf Spiekeroog, wo Fahrräder nicht erwünscht, und Baltrum, wo sie nicht erforderlich sind, bieten die Inseln attraktive Radrouten auf flachen Küstenwegen. Wer es etwas länger mag kann auf dem Nordseeküsten-Radweg 400 km an der niedersächsischen Nordseeküste entlangradeln.

2017-07-30T22:45:23+02:00
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