Usedom: Über Kaiserbäder und Sandstrände

In der südlichen Ostsee gelegen ist Usedom die zweitgrößte deutsche Insel nach Rügen und in erster Linie bekannt für die berühmten Seebäder Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin, die auch die drei Kaiserbäder genannt werden und das Bild Usedoms prägen mit ihrer prächtigen Bäderarchitektur, langen Sandstränden und Strandpromenaden sowie den vielen Seebrücken. Eine Insel zum Erholen, Entspannen und Entdecken!

Binnenseen und Küsten: Natur entdecken auf Usedom

Usedom wird nicht nur von den zahlreichen berühmten Seebädern geprägt, sondern auch von einer abwechslungsreichen Landschaft, die von Halbinseln, Stränden, Steilküsten, Dünen und Deichen, Erhebungen, Binnenseen und Mooren gekennzeichnet ist.

Windmühle in Benz auf Usedom

Windmühle in Benz auf Usedom – © Jörg Hackemann- fotolia.com

Der höchste Berg Usedoms ist mit 69 m der Golm, dicht an der deutsch-polnischen Grenze, der unter Naturschutz steht und auf seinem Gipfel eine Kriegsgräberstätte beherbergt – eine der größten Kriegsgräberstätten in Deutschland. Schöne Aussichtsberge der Insel sind der Streckelsberg bei Koserow sowie der Lange Berg bei Bansin.

Usedom verfügt auch über zahlreiche Binnenseen, die sich als attraktives Ziel für Wanderungen anbieten: der Mümmelkensee steht unter Naturschutz und ist ein Moorsee, auf den Vogelinseln Böhmke und Werder im Balmer See brüten seltene Vogelarten, und die Seen Schmollensee, Gothensee und Wolgastsee liegen landschaftlich reizvoll umgeben von Wäldern.

Seebäder und Hügelgräber: Sehenswürdigkeiten auf Usedom

Herausragende Attraktionen auf Usedom stellen zweifelsohne die vielen Ostseebäder dar, die nicht nur über historische Bäderarchitektur und beeindruckende Seebrücken verfügen, sondern zumeist auch über kilometerlangen feinen Sandstrand.

In Heringsdorf befindet sich die längste Seebrücke Deutschlands mit 508 m Länge. Der Ort bildet zusammen mit den Ortsteilen Ahlbeck und Bansin die drei Kaiserbäder. Der Name geht zurück auf Kaiser Wilhelm II., der die Insel regelmäßig im Sommer besuchte. Die Kaiserbäder besitzen eine bis Swinemünde durchgehende Strandpromenade, die überwiegend mit wilhelminischen Bädervillen bebaut ist.

Jugendstilvillen in Bansin auf Usedom

Jugendstilvillen in Bansin auf Usedom – © J2P- fotolia.com

In Mellenthin lohnt der Besuch des Wasserschlosses aus dem 16. Jahrhundert, und in Peenemünde, der „Wiege der Raumfahrt“, sollte man einen Abstecher zum Historisch-Technischen Museum einplanen. In der Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg an Raketentechnik zum Kriegseinsatz geforscht. Das Museum bietet mit vielen Exponaten einen Überblick über die Entwicklung und Erprobung zahlreicher Waffensysteme in den Jahren 1937 bis 1945.

Die lange Besiedlungsgeschichte der Insel lässt sich überall auf Usedom anhand von prähistorischen Großsteingräbern, Burgwällen und Befestigungsanlagen nachvollziehen.

Zu Fuß und mit dem Rad über die Insel: Aktiv auf Usedom

Usedom bietet sich mit abwechslungsreicher Landschaft, beeindruckenden Bauwerken, malerischen Dörfern, hübscher Bäderarchitektur und kilometerlangen Sandstränden zum Wandern, Radfahren und Entdecken an.

Wer nicht nur zum Baden an die Ostseestrände kommt, wird mit den langen Strandpromenaden hervorragende Möglichkeiten für ausgedehnte Spaziergänge vorfinden. Daneben lockt die vielfältige Natur Usedoms an die frische Luft: die Peenestromwanderung führt auf ruhigen Pfaden durch Wälder zum Bömkenberg am Peenestrom, der einen herrlichen Ausblick über das Wasser bietet, und eine Wanderung durch das Krumminer Wiek verläuft über den ehemaligen Klosterort Krummin zu idyllischen Fischerhäfen.

Radfernwege wie der Berlin-Usedom-Radweg, der Ostseeküstenradweg, der Mecklenburgische Seen-Radweg und der Stettiner Haff Rundweg führen über mehrere Etappen nach Usedom.

2017-07-30T22:36:07+02:00