Der Rheinburgenweg

Auf einer Länge von 200 km schlängelt sich der Rheinburgenweg linksrheinisch von Remagen bis nach Bingen über felsige Höhen und schattige Täler durch die atemberaubende Kulturlandschaft des Mittelrheintals. Einer der schönsten Wanderwege Deutschlands begleitet das gesamte Welterbetal und bietet Entspannung für Erholungssuchende ebenso wie spannende Ausblicke für abenteuerlustige Wanderer.

Auf den Spuren des Mittelalters – Wandern von Burg zu Burg auf dem Rheinburgenweg

Der anspruchsvolle Rheinburgenweg führt den Wanderer durch die eindrucksvolle Natur- und Kulturlandschaft des Mittelrheintals – durch Wiesen, Wälder und Weinberge und vorbei an zahlreichen Burgen und Schlössern entlang des Rheins. Die wehrhaften Festungen aus dem Mittelalter gewähren einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte des Mittelrheins und laden auf einer Wanderung zu Besichtigungen ein. Auf dem Rheinburgenweg streift man eines der nördlichsten Weinanbaugebiete Deutschlands, das Ahrtal, und kann in Andernach den weltgrößten Kaltwassergeysir bewundern. Das Rheinische Schiefergebirge erlebt man hier in allen Facetten – die schroffen Schieferfelsen bieten sogar alpinen Nervenkitzel auf zwei Klettersteigen entlang der Wanderroute. Belohnt wird die schweißtreibende Kletterei mit atemberaubenden Ausblicken von den Hochebenen des Mittelrheintals.

Mittelrhein, Rheinsteig

Natur am Mittelrhein © CPN – fotolia.com

Die Highlights auf dem Rheinburgenweg

Verlaufen ist auf dem Rheinburgenweg ausgeschlossen – eine engmaschige Wegemarkierung garantiert, dass man immer auf dem richtigen Weg bleibt. Zahlreiche Zuwege zum Rheinburgenweg zu den Ortsmitten und Bahnhöfen ermöglichen eine flexible Planung von Etappen je nach Lust und Laune. Zusätzlich ist es für den Wanderer problemlos möglich, den Rheinburgenweg mit dem Rheinsteig auf der anderen Rheinseite zu kombinieren – dank den Zuwegen an sämtlichen Rheinfähren.

Mäuseturm bei Bingen am Rheinburgenweg

Mäuseturm bei Bingen © BirgitMundtOsterw. – fotolia.com

Die 13 Etappen des Rheinburgenwegs nehmen ihren Anfang in Bingen mit Blick auf Burg Klopp, Ruine Ehrenfels und den Mäuseturm. Durch den Binger Wald geht es zur Burg Rheinstein und weiter bis nach Trechtingshausen. Von dort aus führt der Rheinburgenweg zum Aussichtsturm am Siebenburgenblick, von dem 7 alte Gemäuer links und rechts des Rheins zu entdecken sind. Durch Weinberge und über Wiesen geht es bis nach Bacharach und zur imposanten Burg Stahleck.

Schloss Stolzenfels bei Koblenz am Rheinburgenweg

Schloss Stolzenfels bei Koblenz © sehbaer_nrw – fotolia.com

Königsstuhl bei Rhens am Rheinburgenweg

Königsstuhl bei Rhens © travelpeter – fotolia.com

Auf der Etappe nach Oberwesel kann man herrliche Ausblicke ins Rheintal und zur Burg Pfalzgrafenstein genießen, bis man zur Schönburg gelangt. Von Oberwesel nach St. Goar bietet sich dem Wanderer bei Maria Ruh der vielleicht beste Blick auf den gegenüberliegenden Loreley-Felsen. In St. Goar sollte man der Festung Rheinfels einen Besuch abstatten. Vorbei an Boppard bietet sich ein herrlicher Blick auf die Marksburg, bevor man Rhens erreicht – hier sollte man sich einen Blick auf den Königsstuhl nicht entgehen lassen. Auf dem Weg nach Koblenz und dem Deutschen Eck lockt ein Abstecher zum sehenswerten Schloss Stolzenfels. Auf der Etappe von Koblenz nach Winningen erhascht man immer wieder grandiose Ausblicke auf das Moseltal. In Andernach sollte man sich einen Blick auf den weltgrößten Kaltwassergeysir nicht entgehen lassen. Der Rheinburgenweg führt weiter an der Burg Rheineck vorbei bis nach Bad Breisig. Auf der Etappe nach Remagen warten schöne Ausblicke auf das Ahrtal und Sinzig, wo man einen Abstecher zur sehenswerten Stadtpfarrkirche machen kann. Beim Rolandsbogen in Rolandseck endet der Rheinburgenweg.

Deutsches Eck in Koblenz am Rheinburgenweg

Deutsches Eck in Koblenz © majonit – fotolia.com

2017-09-19T16:47:35+02:00
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