Wandern in Franken – Natur entdecken

Tiefe Wälder, sanfte Hügel, beeindruckende Felsformationen, malerische Schlösser – unterschiedlichste Landschaften und Sehenswürdigkeiten prägen das romantische Franken und machen es zu einem hervorragenden Reiseziel, dessen schönste Seiten man am besten zu Fuß erkundet: Wandern in Franken.

Wandern in Franken: Wanderwege für jeden Geschmack

Franken ist Wanderland – ein weit verzweigtes Netz aus Rund- und Fernwanderwegen sowie Pilgerrouten durchzieht die Region und erschließt dem Wanderer die abwechslungsreiche Landschaft. Gipfelbesteigungen im Fichtelgebirge oder in der Fränkischen Schweiz, Wanderungen durch Wälder und Schluchten oder Thementouren durch Frankens Brauereilandschaft – hier findet sich für jeden Geschmack die passende Tour. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten an den unterschiedlichen Strecken, malerische Ortskerne sowie hervorragende Einkehrmöglichkeiten laden zum Erkunden und Verweilen ein und machen das Wandern in Franken zum puren Genuss.

Der Fränkische Gebirgsweg

Einer der vielen interessanten Fernwanderwege durch Franken ist der Fränkische Gebirgsweg – auf vier Streckenabschnitten über insgesamt 425 km wandert man vom Frankenwald ins Nürnberger Land und wird über einige der stattlichsten Gipfel der Region geführt. Der Wanderweg verläuft mit Steigungen auch über naturnahe Pfade, ist aber mit gutem Schuhwerk problemlos zu bewältigen.

Die erste Etappe führt über 36 km durch den Frankenwald – der Naturpark bietet eine abwechslungsreiche Landschaft mit Tälern, Hochflächen und Vulkangestein. Am Beginn des Weges in Untereichenstein an der ehemaligen Grenze zur DDR erfährt man viel Wissenswertes aus der Zeit des geteilten Deutschlands. In Issigau lohnt ein Besuch der Simon-Judas-Kirche, bevor man ins Tal der Selbitz zur gleichnamigen Stadt hinabsteigt. Weiter geht es zum Aussichtsturm auf dem Rohrbühl bei Münchberg, wo man die Gipfel des Fichtelgebirges bewundern kann, in dem sich der Wanderweg fortsetzt.

Dreifaltigkeitskirche Kappl bei Waldsassen - Wandern in Franken

Dreifaltigkeitskirche Kappl bei Waldsassen © tomcool – fotolia.com

Die zweite Etappe führt über 123 km durch den Höhenzug des Nördlichen Fichtelgebirges. Der Fränkische Gebirgsweg verläuft an den Quellen von Saale, Eger und Waldnaab vorbei, dann hinauf auf den 877m hohen Großen Waldstein und zu fünf weiteren nördlichen Gipfeln des Fichtelgebirges. Der nächste Streckenabschnitt führt ins Land des „Weißen Goldes“: die Porzellanstädte Selb, Arzberg und Hohenberg an der Eger lohnen sich für einen Abstecher, um mehr über die Porzellanindustrie zu erfahren. Weiter geht es zum östlichsten Punkt des Fränkischen Gebirgswegs: in Waldsassen kann man mit Wallfahrtskirche und Basilika Kirchenbaukunst in höchster Vollendung bewundern. Durch den Steinwald mit seinen Felsen geht es weiter in den südlichen Teil des Fichtelgebirges.

Auf dem Weg liegt der höchste Gipfel Frankens

Die dritte Etappe durchquert mit einer Länge von 78 km den Naturpark Südliches Fichtelgebirge und führt durch bizarre Felsenlabyrinthe hinauf zu den schönsten Aussichtspunkten auf Frankens höchsten Gipfeln. Wunsiedel lohnt sich für einen Besuch des Fichtelgebirgsmuseums, in dem man wunderschöne Kristalle aus bayerischer Erde bewundern kann. Über mehrere Erhebungen ist schließlich der Schneeberg, mit 1051 m Höhe Frankens höchster Gipfel, erreicht. In der Hochebene des Oberen Weißmaintals liegt der Kurort Bischofsgrün – in der ehemaligen Bergbaustadt kann man einiges über den Goldabbau vergangener Tage erfahren. Über das Steinachtal erreicht man schließlich die Festspielstadt Bayreuth, die mit Museen, Parks, dem Altstadtkern und weiteren Sehenswürdigkeiten zum Verweilen einlädt, bevor es weitergeht durch die Fränkische Schweiz und die Frankenalb.

Granitfelsen im Fichtelgebirge, Wandern in Franken

Granitfelsen im Fichtelgebirge © sonne_fleckl – fotolia.com

Die vierte und letzte Etappe führt über 188 km durch die charakteristischen Kalksteinfelsen und Tropfsteinhöhlen dieser beiden Naturräume. Von Bayreuth aus verläuft der Fränkische Gebirgsweg über die tausendjährige Stadt Creußen zur Quelle des Roten Mains. Unterhalb der Burg Zwernitz lohnt sich ein Abstecher zum Felsengarten Sanspareil. Weiter geht es in südlicher Richtung nach Hollfeld mit seiner vollständig erhaltenen historischen Altstadt. Das nächste Etappenziel weist auf die Fränkische Schweiz als Region mit der höchsten Brauereidichte der Welt: in Aufseß mit seinen 1500 Einwohnern finden sich alleine vier Brauereien. Die nächsten Streckenabschnitte führen zu mehreren Burgen, die den romantischen Charakter der Region unterstreichen. Nordwestlich der Stadt Pegnitz verläuft der Wanderweg über den 543 m hohen Schlossberg nach Plech mit dem Freizeitpark „Fränkisches Wunderland“. In Hersbruck in der Frankenalb endet der Fränkische Gebirgsweg.

2017-07-19T16:26:01+02:00
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