Der 66-Seen-Wanderweg: einmal rund um Berlin

Nicht viele denken wohl beim Stichwort „Wandern“ gleich an Berlin, doch das grüne Umland der Hauptstadt Deutschlands mit seinen Seen, Wäldern und Parkanlagen ist nahezu ideal für ausgedehnte Wanderungen in einer reizvollen Naturlandschaft. Besonders beliebt ist hier der 66-Seen-Wanderweg im Großraum Potsdam, der als Rundweg in mehrere Tagestouren aufgeteilt werden kann und somit einen abwechslungsreichen Wanderurlaub ermöglicht.

Wandern auf dem 66-Seen-Weg 

Der 66-Seen-Wanderweg, der zu den bekanntesten und attraktivsten Flachlandwanderwegen rund um Berlin gehört, beginnt und endet typischerweise am Potsdamer Brandenburger Tor und verläuft mit einer Gesamtstrecke von 400 km mitten durch das Bundesland Brandenburg. Durch die insgesamt 17 Etappen eignet sich der Wanderweg hervorragend für kleinere Tagestouren, und dank der Nähe zur Hauptstadt mit ihrem gut ausgebauten Nahverkehr lassen sich Start- und Zielort einer jeden Etappe perfekt individuell planen.

Nauener Tor in Potsdam

Nauener Tor in Potsdam – © JuHer- fotolia.com

Potsdam: Start und Ziel des 66-Seen-Wanderwegs

Wer Potsdam nicht schon einmal besucht hat, der sollte die Stadt nicht nur als Startpunkt der Wanderung betrachten: Die Altstadt mit ihren Parkanlagen und historischen Sehenswürdigkeiten bietet genug Attraktionen für einen längeren Aufenthalt in der Hauptstadt Brandenburgs. Lohnenswert ist vor allem ein Abstecher zum Schloss Sanssouci mit seinen alten Parkanlagen, dem Wahrzeichen der Stadt aus dem 18. Jahrhundert, das zusammen mit weiteren Schlossanlagen der Stadt zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

Schlosspark Sans Souci in Potsdam am 66-Seen-Wanderweg

Schlosspark Sans Souci in Potsdam – © villorejo- fotolia.com

Der Park selbst weiß mit seinen kleinen Brunneninstallationen, dem symmetrischen Aufbau und Attraktionen wie der historischen Windmühle oder dem Triumphtor zu begeistern. Das Neue Palais an der Westseite des Parks gilt als die letzte bedeutende Schlossanlage des preußischen Barocks und diente bis 1918 Kaiser Wilhelm II. als Sommerresidenz. Im Park findet sich zudem das bekannte Chinesische Haus, ein Gartenpavillon mit Rokoko-Verzierungen und ostasiatischen Stilelementen, den Friedrich der Große im Zuge der Chinamode des 18. Jahrhunderts errichten ließ.

Ansicht von Werder in Brandenburg

Ansicht von Werder in Brandenburg – © Clarini- fotolia.com

Auf dem 66-Seen-Wanderweg von Leuenberg nach Strausberg

Nach der Sightseeing-Tour in Potsdam geht es nun hinaus in die Natur: Wildromantische Uferwege und schöne Parkanlagen finden sich insbesondere auf dem etwa 26 km langen Teilstück des 66-Seen-Wanderwegs von Leuenberg nach Strausberg. Vorbei an den Ufern zahlreicher natubelassener Seen erkundet man auf ebenen Wegen die urwüchsige Landschaft und lernt die vielen idyllischen Dörfer entlang der Strecke kennen. Alte Vorortvillen, versteckte Parkanlagen und schattige Waldwege lassen beinahe vergessen, dass man sich ganz in der Nähe von Berlin befindet.

Der 66-Seen-Weg durchquert hier einen von acht Regionalparks in der Region Berlin-Brandenburg und lädt mit seinen Wäldern und Wiesen sowie Feucht- und Sumpfgebieten, die teilweise schon zum Spreewald gehören, zu einem längeren Aufenthalt ein. Das Naturschutzgebiet beherbergt zudem eine Reihe von seltenen Tieren: mit etwas Glück kann ein Seeadler am Himmel beobachtet werden, und auch Reiher, Wildgänse oder Schwäne haben hier einen natürlichen Lebensraum gefunden. Und nach einer anstrengenden Wanderung lässt die Belohnung nicht lange auf sich warten: besonders in der Abenddämmerung kann man einen herrlichen Ausblick über den Straussee zum gegenüberliegenden Etappenziel Strausberg genießen.

Weitere Informationen:

http://www.seenweg.de

2017-07-30T21:50:24+02:00
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