Die Gemäldegalerie der Alten Meister Dresden: Als man noch Kunst wie Briefmarken sammelte

Sie suchen nach einem passenden Ausflugsziel in Dresden? Dann sollten Sie sich die Gemäldegalerie der Alten Meister Dresden im Zwinger vormerken! Die damaligen Kurfürsten von Sachsen, August der Starke und Friedrich August II., sammelten während ihrer Regierungszeit von 1694 bis 1763 zahlreiche Meisterwerke und legten so eine beträchtliche Kunstsammlung an, die den Grundstein für die heutige Gemäldegalerie bildet. Allerdings ist die ursprüngliche Galerie der Kurfürsten nicht mehr vollständig: aufgrund des Zweiten Weltkrieges gelten heutzutage immer noch an die fünfhundert Gemälde als vermisst. 

Die Kunstsammlung in der Gemäldegalerie der Alten Meister Dresden

Seit den 1950er Jahren befindet sich die Kunstsammlung der Alten Meister Dresden im Zwinger. Im Wesentlichen stammt der Großteil der Bilder aus der Epoche der italienischen Malerei, insbesondere aus der Zeit der Hochrenaissance und des Barocks. Des Weiteren beinhaltet die Sammlung Meisterwerke von holländischen und flämischen Malern wie Vermeer oder Rembrandt aus dem 17. Jahrhundert, zudem sind spanische, deutsche und französische Künstler in der Gemäldegalerie der Alten Meister Dresden des Zwingers vertreten. Ferner beherbergt das Albertinum die Neuen Meister – Kunst angefangen vom 19. Jahrhundert bis heute. Neben zahlreichen Gemälden kann man jedoch auch den mathematisch-physikalischen Salon und die Porzellansammlung besichtigen. 

Dresdner Altstadt mit Zwinger - Gemäldegalerie der Alten Meister Dresden

Dresdner Altstadt mit Zwinger – © Igor Strukov- fotolia.com

Der Zwinger in Dresden: Ein Symbol absolutistischer Macht

Der Zwinger ist ein Barockbau, der unter der Herrschaft von August dem Starken entstand. „Zwinger“ war in früheren Zeiten ein Begriff für Befestigungsanlagen, doch als der Dresdner Zwinger im 18. Jahrhundert erbaut wurde, war die Zeit der mittelalterlichen Festungen längst vorbei – stattdessen wurde der Bau zunächst als Orangerie, Gartenanlage und Austragungsort für offizielle Hoffeste genutzt. Solche Anlagen wurden zu Zeiten der absolutistischen Herrschern häufig errichtet, die mit ihnen ihre Macht noch weiter untermauerten. Nach den eigentlichen Plänen sollte der Zwinger als Vorhof zu einem Schloss dienen, doch nach Augusts Tod versandete dieses Vorhaben schnell. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Zwinger ebenso wie die Frauenkirche von Luftangriffen schwer beschädigt.

Die Grünen Gewölbe im Residenzschloss

Dem kunstsinnigen Kurfürsten August dem Starken, eigentlich Friedrich August I. von Sachsen, ist noch mehr zu verdanken als die Gemäldegalerie und der Zwinger: Im Residenzschloss von Dresden befinden sich seit 2004 und 2006 das Historische Grüne Gewölbe und das Neue Grüne Gewölbe. Das Historische Grüne Gewölbe ist an die Schatzkammer von August angelehnt und enthält Preziosen aus kostbaren Materialien wie Bernstein, Elfenbein oder Gold. Hier erhält der Besucher einen Eindruck, wie die Schatzkammern von Herrschern und Königen ausgesehen haben müssen – mit dem einzigen Unterschied, dass in früheren Zeiten nur ausgewählte Personenkreise solche Orte betreten durften. Etwa 3000 Kunstwerke erwarten hier den Besucher, die den Glanz längst vergangener Tage wieder aufleben lassen. Das Neue Grüne Gewölbe ist eine Erweiterung zum Historischen Gewölbe, in dem an die 1000 weitere Ausstellungsstücke zur Schau gestellt werden.

http://www.skd.museum/?id=73

http://www.skd.museum/de/museen-institutionen/zwinger-mit-semperbau/gemaeldegalerie-alte-meister/

2017-07-30T23:35:56+00:00