Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin

Bereits seit dem Jahr 1990 gehören die Potsdamer Schlösser und Gärten zusammen mit einigen Baudenkmalen im benachbarten Berlin zum Weltkulturerbe der UNESCO – auf über 2.000 ha erstrecken sich eindrucksvolle Parkanlagen und majestätische Alleen mit 150 bedeutenden Gebäuden aus der Zeit von 1730 bis 1916. Die Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft stellt somit die größte Welterbestätte in Deutschland dar.

 

Schloss Sanssouci, Potsdamer Schlössernacht, Blick über die Terrasse

Schloss Sanssouci, Potsdamer Schlössernacht, Blick über die Terrasse © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Foto: Wolfgang Pfauder

Potsdam und seine Schlösser

Potsdam ist bekannt als Stadt der Schlösser und Gärten – zweifelsohne das bekannteste Schloss und gleichzeitig Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss Sanssouci mit seinen Parkanlagen, das der preußische König Friedrich der Große nach eigenen Skizzen in den Jahren 1745 bis 1747 als kleines Sommerschloss im Rokokostil errichten ließ. Das größte Schloss der Stadt Potsdam ist jedoch das Neue Palais, das sich am westlichen Ende des Parks Sanssouci befindet. Entstanden in den Jahren 1763 bis 1769, gilt es als letzte bedeutende Schlossanlage des preußischen Barocks.

Nahaufnahme vom Neuen Palais (Parkseite) im Park Sanssouci, Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin

Nahaufnahme vom Neuen Palais (Parkseite) im Park Sanssouci © TMB-Fotoarchiv/Ulf Boettcher/SPSG

Potsdam, Park Sanssouci, Orangerieschloss, Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin

Potsdam, Park Sanssouci, Orangerieschloss © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Foto: Gerhard Murza

Im Neuen Garten ließ Friedrich Wilhelm II. von 1787 bis 1792 das Marmorpalais errichten, ein Bau aus rotem Backstein, der im Stil des Frühklassizismus geschaffen wurde. Zwischen 1851 und 1864 entstand das Orangerieschloss auf dem Höhenzug zwischen Klausberg und Schloss Sanssouci, das Friedrich Wilhelm IV. erbauen ließ. Das italienisch anmutende Schloss Belvedere auf dem Pfingstberg entstand zwischen 1847 und 1863 und bietet dank seiner Höhenlage eine schöne Aussicht über die Potsdam umgebende Kulturlandschaft. Schloss Babelsberg wurde für den späteren Kaiser Wilhelm I. als Sommersitz im Jahr 1849 fertiggestellt. Auf dem in den Jahren 1913 bis 1917 errichteten Schloss Cecilienhof im Neuen Garten fand 1945 die Potsdamer Konferenz statt. Sehenswert neben den Schlossanlagen sind die insgesamt sieben Parklandschaften Potsdams.

Schloss Cecilienhof Potsdam, Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin

Schloss Cecilienhof Potsdam © igorp1976 – fotolia.com

Die Glienicker Schlösser in Berlin

Berlin, Schloss Glienicke, Ansicht über den Löwenbrunnen

Berlin, Schloss Glienicke, Ansicht über den Löwenbrunnen © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Foto: Leo Seidel

Das UNESCO-Welterbe Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin umfasst auch zwei Schlösser mitsamt ihren Gartenanlagen in Berlin: das Schloss sowie das Jagdschloss Glienicke. Beide liegen nahe der Glienicker Brücke im Ortsteil Wannsee. Das klassizistische Schloss Glienicke, das auf ein ehemaliges Gutshaus aus dem Jahr 1793 zurückgeht, war das Sommerschloss des Prinzen Carl von Preußen. Das Jagdschloss Glienicke wurde in den Jahren 1682 bis 1693 von Charles Philippe Dieussart für den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg errichtet. 1701 wurde es unter Friedrich I. im Stil des französischen Barocks ausgebaut.

2017-07-30T21:55:40+02:00
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