Radweg Holsteinische Schweiz

Die Holsteinische Schweiz befindet sich im Osten des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Der höchste Berg dort ist der Bungusberg mit 169 Metern Höhe. Der Radweg Holsteinische Schweiz ist rund 200 km lang und führt den Besucher durch den größten Naturpark von Schleswig-Holstein. Hier findet man noch eine Moränenlandschaft vor, die vor vielen Millionen Jahren von der Eiszeit geprägt wurde. Sanft gerundete Hügel, weitläufige Waldlandschaften und an die 200 Seen machen die Holsteinische Schweiz zu einem attraktiven Ausflugsziel.

Fahrradtipp auf dem Radweg Holsteinische Schweiz: Die Plöner-See-Tour (36,7 km)

Der Große Plöner See ist ein 28 qkm großes Gewässer im Landkreis Plön im Naturpark Holsteinische Schweiz. Aufgrund seiner Ausdehnung gehört er zu den zehn größten Seen deutschlandweit. Am Nordufer befindet sich die Stadt Plön mit dem Erkennungsmerkmal des Sees, nämlich dem auf einem Felsen stehenden Plöner Schloss. Wer die Gegend rund um das große Gewässer erkunden möchte, kann das am besten mit dem Fahrrad tun. Die Streckenlänge der Plöner-See-Tour beträgt knapp 40 Kilometer, und wenn man mal eine Pause braucht, bietet sich ein Aufenthalt in Plön, Bosau oder Dersau an.

Plöner Schloss am Radweg Holsteinische Schweiz

Plöner Schloss © Achim Banck – fotolia.com

So finden Sie zum Beispiel in Bosau den kleinsten Dom der Welt. Der Sakralbau wurde Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut und bekam den Namen „St.Petri-Kirche“, doch viele nennen sie auch die „Bosauer Vicelinkirche“ nach Bischof Vicelin, auf dessen Bestreben das Gotteshaus errichtet wurde. Die Kirche ist im romanischen Stil erbaut, und da die Ortschaft Bosau von 1150 bis 1156 als Sitz des Bistums Oldenburg fungierte, ist sie somit eine frühere Bischofskirche und bekam den Beinamen „kleinster Dom der Welt“ verliehen.

Schloss Eutin am Radweg Holsteinische Schweiz

Liebhaber sowie Kenner von Architektur und Kunstdenkmälern werden sich in der Holsteinischen Schweiz sehr wohl fühlen, denn die Gegend weist eine Vielzahl an Herrenhäusern und Schlössern auf. Der Ackerboden in der Region ist fruchtbar, und früher verhinderte ein Gesetz die Aufteilung von vererbtem Land. So blieben viele Besitztümer über Generationen hinweg mit ihren Schlössern, stattlichen Bauten und Rittergütern erhalten.

Schloss Eutin ist eine Vierflügelanlage und besitzt als Außenfassade die typische norddeutsche Backsteinoptik. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe eines Sees und ist umzäunt von einem Englischen Garten. Laut den Geschichtsbüchern waren die ersten Bewohner des Anwesens Bischöfe im 12. Jahrhundert, und ab dem 16. Jahrhundert wurde das Schloss zu einer fürstbischöflichen Residenz umgebaut, da hier nun die Bischöfe des Fürstbistums Lübeck und später die Herzöge von Oldenburg residierten. Nach vielen Umbauarbeiten fiel es 1840 einem Brand zum Opfer und wurde anschließend in seiner heutigen Erscheinungsform wieder aufgebaut. Im Schloss Eutin wuchs übrigens auch die Mutter von Katharina der Großen auf – die spätere Herrscherin über Russland war folglich hier oft zu Besuch. Während des Zweiten Weltkriegs waren Flüchtlinge in der Anlage untergebracht.
In den letzten Jahrzehnten wurde das Schloss nach aufwendigen Restaurationen zu einem Museum umfunktioniert, und es werden neben Führungen durch die Wohnräume der einstigen Bewohner auch Sonderausstellungen angeboten.

Eutiner Schloss

Eutiner Schloss © Oliver Raupach – Fotolia.com

www.holsteinischeschweiz.de/ploenerseetour

www.holsteinischeschweiz.de/schloss-eutin

2017-07-30T23:55:26+02:00
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