Die Museumsinsel Berlin: Kunst und Kultur von Weltrang

Die Museumsinsel bildet die nördliche Spitze der Spreeinsel und befindet sich in der historischen Mitte Berlins. Die fünf Museen der Museumsinsel gehören zu den meistbesuchten Museen Berlins und bilden einen der wichtigsten Museumskomplexe der Welt. Seit dem Jahr 1999 gehört die Museumsinsel zum Welterbe der UNESCO.

Die Geschichte der Museumsinsel

Der nördliche Teil der Spreeinsel war im Laufe seiner Geschichte verschiedenen Nutzungen unterworfen. Erst im Jahre 1797 begeisterte sich König Friedrich Wilhelm II. für den Vorschlag, auf dem Gelände ein Museum für die Ausstellung antiker und neuzeitlicher Kunstschätze zu schaffen. 1810 wurde durch Friedrich Wilhelm III. bestimmt, eine Kunstsammlung anzulegen, und im Jahr 1830 entstand das Alte Museum als erster Bau auf der Museumsinsel. Es wurde Preußens erstes öffentliches Museum. Im Jahr 1859 folgte das königlich-preußische Museum (heute das Neue Museum), 1876 die Nationalgalerie (heute die Alte Nationalgalerie) und 1904 das Kaiser-Friedrich-Museum (heute das Bode-Museum, das 1956 nach dem langjährigen Generaldirektor der Museen Wilhelm von Bode umbenannt wurde). Als bislang letzter Museumsbau kam 1930 das Pergamonmuseum hinzu. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Museen der Museumsinsel zu über 70 Prozent zerstört;  ab 1950 wurden die Gebäude mit Ausnahme des Neuen Museums wiederaufgebaut. Die Ruine des Neuen Museums verblieb bis zu den 1990er Jahren als „Schandfleck“ auf der Museumsinsel, bevor auch dieses wiederaufgebaut wurde.

Museumsinsel Berlin, Gartenlandschaft an der Alten Nationalgalerie

Museumsinsel Berlin, Gartenlandschaft an der Alten Nationalgalerie © CPN – fotolia.com

Die Museen der Museumsinsel

Die Museumsinsel beherbergt heute fünf Museen, die ein weltweit einzigartiges Museumsensemble bilden.

Museumsinsel Berlin, Altes Museum

Museumsinsel Berlin, Altes Museum © Pecold – fotolia.com

Das Alte Museum wurde in den Jahren 1825 bis 1830 von Karl Friedrich Schinkel erbaut und stellt ein bedeutendes Meisterwerk klassizistischer Architektur dar. Die Rotunde ist dem Pantheon in Rom nachempfunden. Ausgestellt ist eine Antikensammlung mit Skulpturen, Waffen, Goldschmuck und Silberschätzen der griechischen Kunst- und Kulturgeschichte sowie Kunst und Kultur der Römer und Etrusker.

 

Museumsinsel Berlin, Neues Museum

Museumsinsel Berlin, Neues Museum © Henry Czauderna – fotolia.com

Das Neue Museum wurde in den Jahren 1843 bis 1846 von Friedrich August Stüler errichtet und wurde erst nach der Wiedervereinigung wiederaufgebaut (die Neueröffnung erfolgte im Jahr 2009). Das Gebäude beherbergt das Ägyptische Museum mit der berühmten Büste der Nofretete sowie anderen Kunstwerken aus der Zeit Echnatons. Des Weiteren sind hier die die Ausstellungen des Museums für Vor- und Frühgeschichte zu sehen.

 

Museumsinsel Berlin, Alte Nationalgalerie

Museumsinsel Berlin, Alte Nationalgalerie © tichr – fotolia.com

Die Alte Nationalgalerie ist das zweite Werk Stülers und befindet sich neben dem Neuen Museum. Erbaut wurde sie in den Jahren 1867 bis 1876, sie ähnelt einem antiken Tempel auf hohem Sockel. Das Reiterstandbild auf der Freitreppe zeigt Friedrich Wilhelm IV. In der alten Nationalgalerie ist die Malerei des 19. Jahrhunderts untergebracht – zu sehen sind Werke französischer Impressionisten und Gemälde der Romantik.

 

Museumsinsel Berlin, Bode-Museum

Museumsinsel Berlin, Bode-Museum © pankow – fotolia.com

Das Bode-Museum bildet die Nordspitze der Insel, es wurde in den Jahren 1898 bis 1904 von Ernst von Ihne erbaut. Zu sehen sind hier sakrale Kunstwerke aus Byzanz und europäische Skulpturen von der Renaissance bis zum Barock.

 

 

 

Museumsinsel Berlin, Pergamonmuseum

Museumsinsel Berlin, Pergamonmuseum © pio3 – fotolia.com

Das Pergamonmuseum wurde in den Jahren 1907 bis 1930 von Alfred Messel erbaut und ist das am meisten besuchte Museum Berlins. Das Museum besitzt drei Flügel, in denen Architekturaufbauten sowie griechische und römische Skulpturen, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst untergebracht sind. Weltweite Berühmtheit erlangte das Museum durch die imposanten Rekonstruktionen archäologischer Bauensembles wie den Pergamonaltar, das Markttor von Milet, das Ischtar-Tor mit Prozessionsstraße und die Mschatta-Fassade.

2017-10-04T14:43:03+02:00
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