Die Burg Hohenzollern: Stammburg des deutschen Kaisers

Die Burg Hohenzollern befindet sich auf einem prominenten Bergkegel der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg und ist Stammburg des Fürstengeschlechts der Hohenzollern, das nicht nur preußische Könige, sondern bis 1918 auch den deutschen Kaiser stellte. Sie zählt zu den schönsten und meistbesuchten Burgen Europas.

Die Geschichte der Burg Hohenzollern

Blauer Salon der Burg Hohenzollern

Blauer Salon der Burg Hohenzollern © Zollernalb Touristinfo

Die Geschichte der Burg Hohenzollern ist geprägt von Höhen und Tiefen: erstmals erwähnt wurde das Burggebäude im Jahr 1267, allerdings sind Aussehen, Umfang und Ausstattung dieser ersten Burg unbekannt. Untersuchungen lassen den Schluss zu, dass diese erste Burg bereits in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts erbaut wurde – aus diesem Zeitraum datiert auch die erste Erwähnung des Fürstengeschlechts der Hohenzollern. Diese erste Burg wurde im Jahr 1423 vollständig zerstört und danach, ab dem Jahr 1454, größer und wehrhafter als zuvor erbaut. Die Besitzer der Burg wechselten nach dem 30-jährigen Krieg mehrfach, die es auch versäumten, die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen. Die Burg verfiel immer mehr und war zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht viel mehr als eine Ruine. Im Jahr 1819 fasste Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen den Entschluss, die Burg wiederaufzubauen, den er aber erst ab 1850 in die Tat umsetzen konnte. So entstand eine der imposantesten deutschen Burganlagen im neugotischen Stil, die aus einem vieltürmigen Schloss mit dazugehörigen Wehranlagen besteht. Ab 1952 wurde die Burg von Prinz Louis Ferdinand von Preußen mit künstlerisch wertvollen und historisch bedeutsamen Gegenständen zur Geschichte Preußens und seiner Könige ausgestattet. Dazu gehören etwa Gemälde namhafter Künstler, aber auch Gold- und Silberschmiedarbeiten des 17. bis 19. Jahrhunderts.

Grafensaal der Burg Hohenzollern

Grafensaal der Burg Hohenzollern © Roland Beck / Zollernalb Touristinfo

Die Zollernalb: Wo die Schwäbische Alb am höchsten ist

Landschaft auf der Zollernalb

Landschaft auf der Zollernalb © Stefan Arendt – fotolia.com

Die Zollernalb gehört zum höchsten Teil der Schwäbischen Alb – über 1.000 m erheben sich die höchsten Berge in den Himmel. Von hier aus hat man einen grandiosen Fernblick zum Schwarzwald und zu den Alpen. Vor fast 200 Millionen Jahren erstreckte sich dort, wo heute die Zollernalb ist, das Jurameer – die Spuren zahlreicher Meeressaurier und anderer prähistorischer Tiere kann man noch heute in Form von Fossilien finden, die man im Fossilienmuseum in Dotternhausen besichtigen kann. Seit 2015 ist die Zollernalb Teil des UNESCO-Geoparks Schwäbische Alb, der mit Trockentälern, Dolinen, Höhlen, Wasserfällen, Versteinerungen und Zeugenbergen sowie Fossilien von den Urzeiten dieses Landstrichs erzählt. Die Zollernalb ist zudem ein Paradies für Wanderer und Radfahrer – gleich zwei Wanderwege, der Albsteig sowie der Donau-Zollernalb-Weg, dürfen sich „Qualitätswanderwege“ nennen.

Blick über die Zollernalb mit der Burg Hohenzollern

Blick über die Zollernalb mit der Burg Hohenzollern © Manuel Schönfeld – fotolia.com

2017-09-21T12:29:18+02:00
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