Der Bergische Panoramasteig

Das Bergische Land gehört zu den abwechslungsreichsten Mittelgebirgslandschaften in Deutschland – und der im Jahre 2013 eröffnete Bergische Panoramasteig erschließt diese reizvolle Landschaft in einem etwa 250 km langen Fernwanderweg, der in einer Rundtour durch den Naturpark Bergisches Land führt. Charakteristisch für den Wanderweg sind die vielen Höhenzüge und Aussichtspunkte, die beeindruckende Ausblicke teilweise bis ins Siebengebirge, das Sauerland oder die Eifel bieten. Der Bergische Panoramasteig ist ausgezeichnet als Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland und ist in beiden Richtungen durchgängig mit einer gelben Wegzeichnung markiert.

 

Sonnenuntergang im Bergischen Land - Der Bergische Panoramasteig

Sonnenuntergang im Bergischen Land © Tommy – fotolia.com

Der Bergische Panoramasteig und seine Etappen

Da der Bergische Panoramasteig ein Rundweg ist, gibt es keinen eigentlichen Anfangs- und Zielpunkt – mit der Wanderung kann praktisch überall begonnen werden, zudem gibt es zahlreiche Zuwege, so dass individuelle Etappen ohne großen Aufwand geplant werden können. Wer die Höhepunkte des Panoramasteigs nicht verpassen möchte, kann den 12 Etappen des Wanderweges folgen, die nicht nur landschaftliche Highlights wie weite Wiesen und Felder, Mischwälder, tiefe Täler mit Flüssen und Bächen sowie zahlreiche Talsperren und Seen passieren, sondern auch kulturelle Sehenswürdigkeiten wie Museen, Schlösser und sehenswerte Altstädte am Wegesrand. Alle 12 Etappen sind Tagesetappen und etwa 16 bis 25 km lang.

Die erste Etappe beginnt in Ründeroth und führt durch das Tal der Agger hinauf nach Lindlar, das durch den rund um das Örtchen abgebauten Stein berühmt geworden ist – die Lindlarer Grauwacke ist nicht nur auf dem Frankfurter Flughafen oder in Dubai verbaut worden, sondern auch auf der Jacht eines russischen Milliardärs.

Lindlar - Der Bergische Panoramasteig

Lindlar im Bergischen Land © Pixelheld – fotolia.com

Weiter geht es auf der zweiten Etappe von Lindlar aus hinunter ins Sülztal, wo man auf einsamen Wegen und aussichtsreichen Höhen den historischen Wallfahrtsort Biesfeld erreicht. Die dritte Etappe führt von Biesfeld aus zur Großen Dhünntalsperre und bietet gleich zu Beginn schöne Ausblicke auf das Rheintal und den Kölner Dom. An der Trinkwassertalsperre lassen sich zahlreiche seltene Tiere wie der Eisvogel oder der Schwarzstorch beobachten. Die Etappe endet im abgschiedenen Ort Dhünn, wo sich die vierte Etappe hinauf nach Radevormwald anschließt. Über sanft ansteigende Wege gelangt man zunächst nach Hückeswagen, das mit verwinkelten Gässchen, einer Schlossanlange und schönen Schieferhäsuern zu einem längeren Aufenthalt einlädt.

Schieferhäuser in Hückeswagen - Der Bergische Panoramasteig

Schieferhäuser in Hückeswagen © Pixelheld – fotolia.com

Weiter geht es durch das landschaftlich reizvolle Tal der Wupper bis nach Radevormwald. Die fünfte Etappe nach Wipperfürth ist geprägt durch zahlreiche Talsperren, die bisweilen sogar an norwegische Fjorde erinnern. Weite Ausblicke über das Bergische Land bis hinein ins Sauerland bietet die sechste Etappe durch das Tal der Wupper zum historischen Wallfahrtsort Marienheide.

"Bunte Kerke" in Lieberhausen - Der Bergische Panoramasteig

„Bunte Kerke“ in Lieberhausen © Pixelheld – fotolia.com

Vorbei an Windkraftanlagen und dem Unnenberg führt die siebte Etappe zur Genketalsperre und weiter zu Aggertalsperre mit dem kleinen Örtchen Lieberhausen und seiner „Bunten Kerke“ bis nach Bergneustadt, das mit einer schönen Altstadt und einem Heimatmuseum aufwarten kann. Die neunte Etappe geleitet den Wanderer durch Wälder und vorbei an einer der letzten Wacholderheiden des Oberbergischen hinauf ins Wintersportgebiet am Blockhaus, wo man an der ehemaligen Skisprungschanze einen weiten Blick bis zum Siebengebirge genießen kann. Weiter geht es auf der neunten Etappe zur Wiehtalsperre und zum höchsten Punkt der Tour bei Erdingen, von wo aus weite Teile des Bergischen Landes zu überblicken sind, bevor es hinunter nach Morsbach geht. Die zehnte Etappe hat einen eisernen Aussichtsturm hoch über Morsbach zu bieten, bevor es durch tiefe Wälder ins Etappenziel Waldbröl geht.

Schloss Homburg in Nümbrecht - Der Bergische Panoramasteig

Schloss Homburg in Nümbrecht © zaschnaus – fotolia.com

Weite Wiesen und Felder erwarten den Wanderer auf der elften Etappe nach Nümbrecht, wo sich erneut hervorragende Aussichtpunkte für eine Rast anbieten – vom Aussichtsturm auf dem „Lindchen“ kann man nicht nur die Höhen von Siebengebirge und Eifel sehen, man kann auch einen Großteil des Bergischen Panoramasteigs überblicken. Die letzte Etappe nach Ründeroth hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten: der Weg führt vorbei an Schloss Homburg, der historischen Holsteinsmühle, der Wiehler Tropfsteinhöhle und am Motorsportgelände Bielstein, bis es über Hochmoore zum Aussichtsturm auf der Hohen Warte geht, der ein großartiges 360-Grad-Panorama bietet. Der Bergische Panoramasteig endet schließlich wieder in Ründeroth im Aggertal.

Aggertalsperre im Bergischen Land - Der Bergische Panoramasteig

Aggertalsperre im Bergischen Land © Tobias Arhelger – fotolia.com

2017-07-30T22:57:42+02:00
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