Das Römisch-Germanische Museum in Köln

Das Römisch-Germanische Museum in Köln zählt mit seinen Werken aus vorgeschichtlicher, römischer und fränkischer Zeit zu den bedeutendsten Archäologiemuseen Europas. Die Sammlungen bieten Ausstellungsstücke von internationalem Rang. Das Römisch-Germanische Museum gehört zu den bestbesuchten Museen Deutschlands.

Die Geschichte des Römisch-Germanischen Museums

Teile der Dauerausstellung im Obergeschoss des Römisch-Germanischen Museums

Teile der Dauerausstellung im Obergeschoss des Römisch-Germanischen Museums © Römisch-Germanisches Museum / Axel Thünker, DGPh

Gegründet wurde das Museum im Jahr 1946 als neues städtisches Museum vom Rat der Stadt Köln. Es umfasst die Bestände der Römerabteilung des 1867 gegründeten Wallraf-Richartz-Museums sowie des Museums für Vor- und Frühgeschichte, das im Jahr 1907 eingerichtet wurde. 1967 wurde an der Südseite des Domchores mit dem Bau des Römisch-Germanischen Museums begonnen. Es steht heute auf den Mauern der 1941 entdeckten römischen Stadtvilla mit dem weltberühmten Dionysos-Mosaik. Eröffnet wurde der heutige Bau im Jahr 1974.

Sammlung und Ausstellungen im Römisch-Germanischen Museum

Die ältesten Ausstellungsstücke im Römisch-Germanischen Museum reichen etwa 100.000 Jahre zurück; sie erlauben Rückschlüsse auf die Lebensgewohnheiten der frühen Menschen. Die Funde aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit stammen aus Köln, dem Rheinland sowie von ausgewählten europäischen Fundplätzen.

Das Poblicius-Grabmal im Römisch-Germanischen Museum; im Hintergrund Teile der Dauerausstellung

Das Poblicius-Grabmal im Römisch-Germanischen Museum; im Hintergrund Teile der Dauerausstellung © Römisch-Germanisches Museum / Axel Thünker, DGPh

Das Dionysos-Mosaik im Römisch-Germanischen Museum; im Hintergrund Teile der Dauerausstellung

Das Dionysos-Mosaik im Römisch-Germanischen Museum; im Hintergrund Teile der Dauerausstellung © Römisch-Germanisches Museum / Axel Thünker, DGPh

Römische Architekturteile, Inschriften, zahlreiche Porträts – darunter Bildnisse der Kaiserpaares Augustus und Livia und die Mutter der Stadtgründerin Agrippina die Ältere – lassen den Besucher in die römische Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) eintauchen und zeigen die Stadtentwicklung Kölns vom Zentralort der germanischen Ubier zur Stadt römischen Rechts und Hauptstadt der kaiserlichen Provinz Niedergermanien. Gezeigt werden Mosaike und Wandmalereien sowie Götterfiguren aus Stein, Bronze und Ton, die italische, germanische und orientalische Götterkulte beleuchten.

Die Kertscher Krone. Goldschmiedearbeit aus dem Schwarzmeergebiet; 5. Jahrhundert n. Chr.

Die Kertscher Krone. Goldschmiedearbeit aus dem Schwarzmeergebiet; 5. Jahrhundert n. Chr. © Römisch-Germanisches Museum / Axel Thünker, DGPh

Zu den Highlights der Ausstellung zählen das Diatretglas mit seinem filigranartigen farbigen Netzwerk (um 330/340 n. Chr.), die Sammlungen römischen und frühmittelalterlichen Schmucks (u.a. Bernstein- und Gagatschnitzereien sowie Gemmen und Kameen), das römische Mosaik mit Szenen aus der Welt des Dionysos (um 220/230 n. Chr.) aus einer Stadtvilla und der rekonstruierte Grabbau des Legionärs Poblicius (um 40 n. Chr.). Die reichen Goldschmiedearbeiten der Sammlung Diergardt gehören zu den international herausragendsten Kollektionen völkerwanderungszeitlichen Goldschmucks.

Römisch-Germanisches Museum
Roncalliplatz 4
50667 Köln
www.roemisch-germanisches-museum.de

2017-12-11T13:29:31+01:00