Das Bayerische Nationalmuseum in München

Das Bayerische Nationalmuseum in München bietet mit seiner umfangreichen Sammlung von internationalem Rang europäische Kunst und Kultur aus zwei Jahrtausenden. Es zählt zu den großen europäischen Museen, die sowohl der Bildenden Kunst als auch der Kulturgeschichte gewidmet sind.

Die Geschichte des Bayerischen Nationalmuseums

Bayerisches Nationalmuseum (Saal 91) Das Tafelservice des Hildesheimer Fürstbischofs Friedrich Wilhelm von Westphalen Augsburg, um 1760

Bayerisches Nationalmuseum (Saal 91) Das Tafelservice des Hildesheimer Fürstbischofs Friedrich Wilhelm von Westphalen Augsburg, um 1760 © Bayerisches Nationalmuseum München

Gegründet wurde das Bayerische Nationalmuseum im Jahr 1855 von König Maximilian II. von Bayern. Der erste Museumsbau konnte im Jahr 1867 bezogen werden, doch bereits zwanzig Jahre später war dieser Bau durch die beträchtliche Größe der Sammlung zu klein geworden; zudem wies es beträchtliche Bauschäden auf. Der Neubau des Museums an der Prinzregentenstraße konnte im Jahr 1900 eröffnet werden und gehörte damals zu den bedeutendsten und originellsten Museumsbauten seiner Zeit. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg konnte das Museum im Jahr 1947 wiedereröffnet werden.

 

Die Sammlung im Bayerischen Nationalmuseum

Der Grundstock der Sammlung im Bayerischen Nationalmuseum stammt aus dem Kunstbesitz der Wittelsbacher. In mehreren Ausstellungsräumen, die stilistisch auf die Sammlungsobjekte bezogen sind, werden Kunstwerke von der Spätantike über das Mittelalter, die Renaissance, den Barock und das 19. Jahrhundert bis zum Jugendstil gezeigt. Des Weiteren werden Sammlungen von Porzellanen, Elfenbeinen, Musikinstrumenten, Möbeln, Textilien, Goldschmiedekunst und Waffen ausgestellt.

Bayerisches Nationalmuseum (Saal 37) Barock und Rokoko Gestaltete Natur: Garten und Ornament im 18. Jahrhundert

Bayerisches Nationalmuseum (Saal 37) Barock und Rokoko Gestaltete Natur: Garten und Ornament im 18. Jahrhundert © Bayerisches Nationalmuseum München, Foto: Bastian Krack

Bayerisches Nationalmuseum (Saal 51) Höfische Kunst des 19. Jahrhunderts

Bayerisches Nationalmuseum (Saal 51) Höfische Kunst des 19. Jahrhunderts © Bayerisches Nationalmuseum München

Aus der Romanik finden sich Steinskulpturen aus dem im Mittelalter hochberühmten Kloster Wessobrunn sowie die Holzfiguren aus Kreuzigungsgruppen in Bamberg, Schongau und Kaufbeuren. Eine der größten und bedeutendsten Bestände spätmittelalterlicher Skulpturen aus dem deutschsprachigen Raum, darunter herausragende Werke von Tilman Riemenschneider, kann man in den Ausstellungsräumen der Gotik bewundern. Medaillen, Miniaturen, Gemälde und vollplastische Skulpturen aus der Renaissance sind ebenso vertreten wie Prunkmöbel, Goldschmiedearbeiten, Waffen, Musikinstrumente, Uhren, Gläser, Miniaturen, Elfenbeinarbeiten und Bronzeplastiken aus der Zeit des prunkvollen Barock. Ferne besitzt das Museum die weltweit bedeutendste Sammlung zur bayerischen Rokokoskulptur. Die Sammlung zur Kunst des 19. Jahrhunderts ist maßgeblich von Werken geprägt, die aus dem Besitz der Wittelsbacher stammen. Der Jugendstil ist durch wertvolle Glaskunst und exquisite Schmuckstücke vertreten.

Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3
80538 München
www.bayerisches-nationalmuseum.de

2017-12-06T14:19:14+01:00
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